Beim Lehrlingswettbewerb der Fliesenleger und Ofenbauer stellten junge Talente ihr Können unter Beweis. Die „Krone“ durfte ihnen dabei über die Schulter blicken.
Der Ehrgeiz packte die jungen Fachkräfte am Dienstag. Gemeinsam haben sich die Lehrlinge in den Bereichen Platten,- Fliesenlegen und Ofenbau an der Fachberufsschule Völkermarkt gemessen. Fleißig wurden Kacheln und Fliesen geschnitten, verlegt und im Anschluss verfugt.
Junge Ofenbauer und Fliesenleger
„Wir haben in Kärnten ungefähr 241 Betriebe in den Bereichen Hafner, Platten- und Fliesenleger und Keramiker“, so Innungsmeister Diethelm Wendling. „Umso wichtiger ist es, dass wir gut ausgebildeten Nachwuchs haben“. Und das zeigen die Lehrlinge auch mit viel Leidenschaft. „Beim Verlegen ist es wichtig, dass genau, sauber und sorgfältig gearbeitet wird“, weiß die 29-jährige Annabel Wendling.
Ich arbeite gerne in dem Beruf und durfte im 2025 bei den EuroSkills in Dänemark antreten. Dort bin ich Europameisterin im Fliesenlegen geworden. Am meisten ich mich, wenn Kunden zufrieden sind.

Sara Sinhuber
Europameisterin der EuroSkills 2025
Bild: Elena Überbacher
Mein älterer Bruder ist auch Fliesenleger und als er einmal bei uns gearbeitet hat, war ich total fasziniert und wollte gleich mithelfen. Da habe ich gleich gewusst, dass ich den Beruf auch machen will.

Marcel Kramer (17)
Lehrling zum Fliesenleger
Bild: Elena Überbacher
Sie hat nach ihrem Maturaabschluss das Kolleg für Innenarchitektur- und Möbeldesign an der HTL Villach absolviert und danach die Doppellehre als Ofenbauerin und Verlegetechnikerin gemacht. Heute arbeitet sie im eigenen Familienbetrieb mit und schaut den Lehrlingen beim Wettbewerb über die Schulter. „Besonders gefällt mir die Praxis am Bau. Im Handwerk kann ich mich selbst verwirklichen“, zeigt sich der 17-jährige Jonas Erlacher engagiert. Gemeinsam mit seinen Kollegen bekommt er die Aufgabe, Kacheln in Trapezform zu verlegen.
Große Fliesen mit wenig Fugen aktuell im Trend
„Es ist gar nicht so leicht, dass man die Form in der Zeit so hinbekommt, sodass sie symmetrisch ist“, schmunzelt Jonas. Zustimmend nicken auch die Mitbewerber. Auf der anderen Seite der Werkstatt kämpfen die Fliesenlegerlehrlinge damit, ein Muster zu verlegen.
„Ich finde die Aufgabenstellung gar nicht so einfach, da wir diese kleinen Fliesen im Alltag bei den Kunden nur selten verlegen“, erzählt Marcel Kramer, der sich im zweiten Lehrjahr befindet. Dass der Trend bei den Kunden in Richtung größere Fliesen geht, bestätigt auch Lehrer und Fliesenmeister Robert Mak. „Aktuell mögen die Leute große Fliesen und eben weniger Fugen“, weiß Mak aus Erfahrung. Bis zu drei Meter hoch und eineinhalb Meter breit kann da eine Fliese werden.
Ich bin derzeit im letzten Lehrjahr und bei der Firma Kuttnig in St. Veit angestellt. Wir sind dort acht Lehrlinge. Ich wollte immer etwas Praktisches machen und habe mich deswegen für diese Arbeit entschieden.

Lorenz Hafner (17)
Lehrling zum Fliesenleger
Bild: Elena Überbacher
Nachdem ich im Jahr 1988 meine Meisterprüfung absolviert habe, war ich lange Zeit selbstständig, habe Lehrlinge ausgebildet, bin heute an der Fachberufsschule in Völkermarkt tätig und gebe mein Wissen weiter.

Robert MAK (62)
Fliesenlegermeister und Lehrer an der Fachberufsschule Völkermarkt
Bild: Elena Überbacher
„Besonders in der Doppellehre Ofenbauer und Verlegetechniker freuen wir uns über Nachwuchs“, ermutigt Völkermarkts Berufsschuldirektor Günther Pirker Interessierte.
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