Eines Wintermorgens holt Charly sein früheres Leben auf brutale Weise ein: In einem Parkhaus am alten Hafen von Marseille wird Charly von einem achtköpfigen Mordkommando überfallen und mit 22 Kugeln niedergestreckt. Als die maskierten Angreifer vom Tatort verschwinden, gehen sie davon aus, dass Charly tot ist.
Tatsächlich überlebt er schwer verletzt. Der Polizei gegenüber schweigt sich der Ex-Pate über die Täter und möglichen Hintergründe aus. Doch er hat einen Verdacht. Kaum genesen, beschließt Charly, die Verantwortlichen des hinterhältigen Anschlags auf sein Leben zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Observiert von einer zähen Kommissarin, die ein persönliches Interesse an dem Fall hat, belächelt von der Unterwelt, die dem einstigen Komplizen nicht mehr viel zutraut, beginnt Charly sich umzuhören. Doch mit Gewaltlosigkeit kommt er nicht weit und ist schon bald gezwungen, unter seinen Feinden aufzuräumen.
Und das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film:
Verrat und Vergeltung an der Côte d'Azur: Regisseur Richard Berry ließ sich bei dieser Gangsterparabel von der realen Geschichte des Ganoven Jacky Imbert, der das Attentat eines Killerkommandos überlebte und seitdem in Frankreich "L'immortel", also "Der Unsterbliche", genannt wurde, inspirieren.
Jean Reno liefert mit seinem lakonischen Rächer eine eindrucksvolle Charakterstudie ab. Bisweilen fühlt man sich gar an das Schuld-und-Sühne-Konzept eines Scorsese erinnert, wie etwa in "Good Fellas". Zartbesaitete könnte jedoch die Kontrastierung des weichen mediterranen Lichts durch Szenen von roher Gewalt auf den empflindlichen Magen schlagen.









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