16.06.2021 17:00 |

Steudltenn-Festival

Simonischek und Karner: Auf dem Schlachthof

Das Schauspielerehepaar Peter Simonischek und Birgitt Karner brillierte vergangenen Montag beim Steudltenn-Festival in einem Programm, welches wie für sie geschrieben scheint. Antoine Jaccouds Tragikomödie „Auf dem Schlachthof“ ist der Dialog eines Stieres und einer Milchkuh vor ihrem unabwendbaren Tod.

Gut ausgeruht genossen Birgitt Karner und Ehemann Peter Simonischek vergangen Montag unter Tags den Ausblick vom Spieljoch, bevor sie am Abend zu einem der diesjährigen Höhepunkte des Steudltenn-Festivals wurden. Das Schauspielerehepaar entführte rund 100 Festival-Besucher mit Antoine Jaccouds Stück „Auf dem Schlachthof“ in eine scheinbar verkehrte Welt.

Auf dem Schlachthof
Der Stier „Furioso“ (Peter Simonischek) und die Milchkuh „Martha“ (Birgitt Karner) kommen dabei auf dem Weg zur Schlachtbank nebeneinander zu stehen.

Das Leben kurz vor dem Tod spüren
Bislang war der Lebenszweck der beiden Paarhufer darauf reduziert, durch die Technik der künstlichen Befruchtung und der Abgabe von Milch den tierischen Besitz ihres Besitzers zu vermehren. Während sie nun auf den Tod warten, erzählen sie sich voneinander, tauschen Erfahrungen aus und entdecken Gemeinsamkeiten. Auf den letzten Metern bis zur Hinrichtung verlieben sie sich, trösten sich gegenseitig, sprechen sich Mut zu und schenken sich Zärtlichkeiten.

Unnachahmliche Bühnenpräsenz
Brigitte Karner und Peter Simonischek erwecken in diesem, wie für die beiden Parade-Schauspieler geschriebenen Programm das Zwiegespräch der beiden Nutztiere Martha und Furioso mit ihrer unnachahmlichen Bühnenpräsenz zum Leben. Wobei nicht nur die berufliche Professionalität, sondern auch die Vertrautheit einer seit 34 Jahren bestehenden Partnerschaft merklich spürbar sind.

Berührender Dialog, mit feinem Humor
Der 63-jährige Westschweizer Dramaturg und Drehbuchautor Antoine Jaccoud vermittelt auch mit seinem Stück „Auf dem Schlachthof“ die Kunst, dass er Worten Leben einzuhauchen vermag. Da dieser berührende Dialog mit seinem unausweichlichen Ende auch humorvolle Töne in sich birgt. Musikalisch-klanglich umrahmt wird die tragische Komödie vom stimmigen, extra dafür komponierten Schlachthof-Soundtrack von Emil Berliner. Das Ehepaar Simonischek-Karner ist mehr als begeistert von der freundschaftlich-familiären Grundstimmung, welche vom Steudltenn-Team für Publikum und Künstler aktiv gelebt und umgesetzt wird. „Man trägt ein klein wenig so ein Gefühl in sich, als würde man Heimkommen“, sagen die zwei Schauspielgrößen.

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