08.06.2021 18:26 |

Stich direkt ins Herz

Tod des Freundes bei „Picknick“ in Abbruchhaus

Mit 17 rutschte sie ab in die Drogenszene. Und die folgende Obdachlosigkeit. Jetzt, mit 27, sitzt sie vor Geschworenen im Wiener Landesgericht, angeklagt des Mordes. Sie soll einen Bekannten aus der Szene mit einem einzigen Stich ins Herz getötet haben. Sie aber spricht von „Notwehr“ beim Sex. Das nicht rechtskräftige Urteil: 18 Jahre Haft und Einweisung.

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Im kühlen November 2020 verzog sich das Pärchen in ein Abbruchhaus. Das geplante „Picknick“ krönten zwei Flaschen Wein und drei Äpfel. Deshalb gab es auch ein Messer: „Mir fehlen die Vorderzähne, ich hätt‘ sie ja ungeschnitten gar nicht essen können“, so die Frau.

Opfer schaute „so komisch“
Das spätere Opfer, ein 36-jähriger Tscheche, kannte sie von diversen Schutzeinrichtungen für Obdachlose: „Ich hab ihn schon gern gehabt.“ Durchaus auch sexuell. Aber an diesem Abend sei er ihr „aggressiv“ vorgekommen, was daran liegen mag, dass SIE zwei Flaschen Wodka und Medikamente „gegen die allgemeine Angst“ intus hatte. Aber er hätte „so komisch geschaut und seine Hände nach mir ausgestreckt“.

Keine Hilfe gerufen
Reflexartig habe sie zugestochen, „geekelt vor sich selbst“ hätte sie sich. Aber die Rettung rief sie auch nicht. Der Mann schleppte sich noch zum Hauseingang, wo er starb. Für Gutachterin Gabriele Wörgotter ist die Frau durch den jahrelangen Drogenkonsum „wiederholungsgefährdet“. Das Urteil: 18 Jahre Haft und Einweisung, nicht rechtskräftig.

Kronen Zeitung

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