Bei einer Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte mit Russland sind vier Greenpeace-Aktivisten, darunter eine Person mit österreichischer Staatsangehörigkeit, in Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Etwa 20 Protestierende waren beteiligt und hatten und sich dabei teilweise an Schleusen angekettet.
Wie die Staatsanwaltschaft Dünkirchen am Montag mitteilte, handelt es sich bei den Aktivisten um drei Frauen und einen Mann aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Behörden leiteten demnach ein Ermittlungsverfahren wegen „Behinderung der Arbeitsfreiheit“ ein. Dies kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr und einer Geldstrafe von 15.000 Euro geahndet werden.
Aktivisten ketteten sich an Schleuse
Etwa 20 Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace blockierten in der Nacht auf Montag den Frachter „Mikhail Dudin“ in einer Schleuse in der nordfranzösischen Hafenstaft. Die vier Betroffenen hätten sich an einer Schleuse angekettet, teilte die Staatsanwältin von Dünkirchen, Charlotte Huet, mit.
Mit der Aktion wollten sie gegen laufende Geschäfte zwischen dem französischen Energieunternehmen EDF und dem russischen Staatskonzern Rosatom protestieren. Laut Polizei wurde die Blockade am Vormittag beendet. Die Aktivisten sollen sich dabei unerlaubt in eine Sperrzone begeben haben, hieß es.
„Uran: EDF liebt Putin“
Das Schiff „Mikhail Dudin“ aus Sankt Petersburg transportiert demnach regelmäßig angereichertes oder natürliches Uran nach Frankreich. „Uran: EDF liebt Putin“, stand auf einem Banner, das an der Schleuse angebracht war. Mehrere Aktivisten hielten bei der Aktion zudem Plakate mit der Aufschrift „Schluss mit toxischen Verträgen“ in ihren Händen.
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