Bei einem Unfall mit einer Kutsche im Tiroler Tourismusort Seefeld wurde am Montag ein 79-jähriger Kutscher so schwer verletzt, dass er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste. Weil eines der beiden Kutschpferde auf die Bahnstrecke der ÖBB gelaufen war, musste der Zugverkehr gestoppt werden und die Feuerwehr ausrücken.
Zu dem Unfall kam es am Montag kurz vor Mittag auf dem Riehlweg in Seefeld. Dort lenkte der 79-jährige Einheimische das Gespann, das von zwei Pferden gezogen wurde, in Richtung Norden. Auf der Kutsche saßen zudem eine 44-jährige Österreicherin und ein 42-jähriger Österreicher.
Die Kutsche hängte beim verschlossenen Gatter ein, wobei dieses inklusive der Verankerung aus dem Boden gerissen wurde.
Die Polizei in einer Aussendung
Kurz bevor die Kutsche eine Kreuzung erreichten, gingen die Tiere aus noch unbekannter Ursache durch, wie die Polizei berichtet: „Die Pferde liefen ohne zu bremsen über den Kreuzungsbereich und in weiterer Folge direkt auf eine abgesperrte Fläche der ÖBB.“ Die Kutsche verhängte sich dabei an einem geschlossenen Gatter, riss dieses aus der Verankerung und kam dann zum Stillstand.
Der Kutscher verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte vom Fahrzeug. Er musste vom Hubschrauber ins Krankenhaus Hall in Tirol geflogen werden, die beiden anderen Personen auf der Kutsche blieben unverletzt.
Das Pferd ist entlang der Gleise fast bis in die Nachbargemeinde Reith gelaufen.
Markus Schatz, stv. Kommandant der FF Seefeld
Pferd flüchtete entlang der Gleise
Während eines der Pferde nach dem Unfall neben der Kutsche stehen blieb und vom 42-Jährigen zurück in den Stall gebracht werden konnte, lag das zweite Tier zunächst auf den Gleisen, stand dann aber wieder auf und rannte auf die Bahnstrecke. „Es hat sich am Gleis entlang Richtung Reith bewegt“, schildert Markus Schatz, stellvertretender Kommandant der FF Seefeld. Der Notfallkoordinator der ÖBB wurde eingeschaltet, der eine Sperrung der Bahnstrecke veranlasste.
Die Feuerwehr Seefeld machte sich indes auf die Suche nach dem Pferd. „Es ist fast bis nach Reith gekommen“, berichtet Schatz. „Es hatte ein bisschen Weg hinter sich, hat sich aber immer entlang der Gleise bewegt.“ Schließlich gelang es den Einsatzkräften, das Tier einzukreisen, sodass der Besitzer der Kutsche es schließlich einfangen und beruhigen konnte. Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden.
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