04.06.2021 11:17 |

Widerstand aus OÖ?

FPÖ auf Obmann-Suche: Alles spricht für Kickl

Nach dem überraschenden Rückzug von Norbert Hofer als FPÖ-Bundesparteiobmann befinden sich die Freiheitlichen derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger. Am Montag soll der Termin für einen Parteitag, auf dem der neue Obmann gekürt wird, fixiert werden. Derzeit deutet alles auf Klubobmann Herbert Kickl hin, da kein aussichtsreicher Gegenkandidat in Sicht ist. Offener Widerstand droht derzeit nur aus Oberösterreich.

Aktuell führt statutengemäß der Wiener Nationalratsabgeordnete Harald Stefan die Partei, weil er der älteste Obmann-Stellvertreter ist. Am Montag wird im Parteipräsidium beraten, ob Kickl schon als Nachfolger designiert wird oder es noch andere Kandidaten gibt. Dass die Zeichen auf Kickl stehen, bestätigte Stefan gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“: „Bis jetzt hat sich sonst noch keiner bei mir gemeldet.“

Video: Hofer gibt als FPÖ-Chef auf

Hofer-Nachfolger: Viele Absagen
Absagen gab es einige: Manfred Haimbuchner bekräftigte, angesichts der Landtagswahl am 26. September nicht zur Verfügung zu stehen. Auch seine Kollegen aus Wien und der Steiermark, Dominik Nepp und Mario Kunasek, die als Kandidaten gehandelt worden waren, haben abgesagt.

Niederösterreichs FPÖ-Chef Udo Landbauer nahm sich am Freitag aus dem Spiel. „Ich selbst habe keine Ambitionen“, betonte er. Von einem Hinauszögern der Chef-Frage im Bund hält Landbauer indes nichts, er forderte vielmehr eine möglichst rasche Klärung ohne monatelange Personaldebatten: „Das sind wir auch unseren Wählern und Funktionären schuldig.“

Video: Wer wird Hofer nachfolgen?

Kickl als neuer Chef? Für Haimbuchner „so noch nicht gegessen“
Die Landesgruppen in Tirol, Salzburg, Kärnten und dem Burgenland signalisierten offen Unterstützung für Kickl. Haimbuchner hingegen, der sich immer hinter Hofer gestellt hatte, äußerte sich im Gespräch mit der „Krone“ am Mittwoch skeptisch gegenüber Kickl. Die Entscheidung sei für ihn „so noch nicht gegessen“.

Kickl: „Bin bereit, Beitrag zu leisten“
Kickl bekräftigte wenige Stunden nach Hofers Rückzug am Dienstag: „Ziel muss es sein, umgehend die volle Handlungsfähigkeit der FPÖ wiederherzustellen und die vorhandene Geschlossenheit nach außen klar zu dokumentieren“, so der freiheitliche Klubobmann. Er selbst sei bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten.

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