Am vergangenen Mittwoch hatte die schwarz-rote Tiroler Landesregierung eine Abschussverordnung für einen „Risikowolf“ im Bezirk Landeck erlassen. Diese sei in der Nacht auf Freitag von der Jägerschaft erfüllt worden, hieß es vonseiten des Landes.
Innerhalb der vergangenen zwei Wochen war „mittels Sichtungsmeldungen sowie Foto- und Videonachweisen“ im Gemeindegebiet von Kappl wiederholt ein Wolf im Nahbereich zu einem Wohngebiet nachgewiesen worden.
Mehrere Nachweise in unmittelbarer Nähe zum Siedlungsgebiet haben deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht.

LHStv Josef Geisler (ÖVP)
Bild: Johanna Birbaumer
Abschussverordnung erfüllt
Gemäß den „gesetzlichen Vorgaben“ habe die Tiroler Landesregierung eine Abschussverordnung für einen „Risikowolf“ im Bezirk erlassen, welche am späten Donnerstagabend von der Jägerschaft erfüllt worden sei.
„Mehrere Nachweise in unmittelbarer Nähe zum Siedlungsgebiet haben deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht“, betonte LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Mit dem Abschuss wurde die Verordnung aufgehoben.
Novelle des Jagdgesetzes
Insgesamt wurden damit in Tirol heuer bereits zwei Wölfe erlegt. Mitte der Woche wurde indes im Tiroler Landtag eine Novelle des Jagdgesetzes beschlossen, die im April in Kraft tritt und Wolfsabschüsse künftig beschleunigen soll. Eine Verordnung ist nicht mehr zwingend nötig, bei „unmittelbarer Gefahr“ kann ein Tier auch sofort erlegt werden. Jäger können dann auch per SMS mit dem Abschuss beauftragt werden.
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