Als Teil einer Jugendbande soll eine 16-Jährige drei Männer am Wiener Westbahnhof gewaltvoll attackiert haben. Im Landl wird jedoch nur ein Syrer (19) zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Auf das Mädchen wartet nächste Woche nämlich ein Prozess wegen einer anderen Bluttat – wegen Mordversuchs …
Mit einem Lächeln im Gesicht wird die mittlerweile 16-Jährige von zwei Justizwachebeamten in den Wiener Verhandlungssaal 208 gebracht. „Ich war betrunken. Ich kann mich an gar nichts erinnern“, kommentiert das Mädchen einen Vorfall am 18. Juli fast gleichgültig.
Männergruppe grundlos attackiert
Bei den Straßenbahnstationen beim Wiener Westbahnhof wurden drei Männer von einer Gruppe jugendlicher Syrer überfallen – und schlimm zugerichtet. Ein 38-jähriger Akademiker erlitt neben anderen Verletzungen einen Stich in den Oberschenkel. Einem Freund von ihm wurden zwei Zähne abgeschlagen, die Hand gebrochen und auch der Finanzcontroller wurde mit einem Messer verletzt.
Ich hab‘ soviel Blut gesehen. Es hat weh getan überall. Gott sei Dank hab‘ ich dann die Sirenen von der Polizei gehört.
Dem 37-jährigen Opfer wurden Zähne abgeschlagen
Warum? „Sie haben nichts gesagt, einfach nur zugeschlagen“, erinnert sich das dritte Opfer. Für den unvorstellbaren Gewaltexzess fasst ein 19-jähriger Syrer jetzt zwei Jahre Haft aus – nicht rechtskräftig. Er ist der Einzige, der sich wegen des Vorfalls vor den Schöffen verantworten muss. Aber nicht der Einzige, der dabei war ...
Bei Gewalttat dabei, aber nicht angeklagt
Ohne Strafe kommt vorerst die vorbestrafte 16-Jährige davon. Denn dieses Mal sitzt sie nur als Zeugin vor dem Schöffensenat. Für die Attacke wird die junge Syrerin momentan nicht weiter verfolgt. Auf sie wartet nämlich ein viel schwerwiegender Prozess. Am Dienstag sitzt sie zusammen mit einer Freundin und ihrem Ex-Freund – auch sie waren in der Nacht am Westbahnhof anwesend – wegen Mordversuchs vor Geschworenen.
Besonders alarmierend: Der blutige Messerangriff gegen einen Gleichaltrigen ist nur Stunden nach jener Gewalttat gegen die drei Opfer passiert. Auch bei dem Wiener Bahnhof. Es drohen lange Haftstrafen.
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