Schäden „massiv“

Weite Teile der Ukraine nach Angriffen ohne Strom

Außenpolitik
07.02.2026 08:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trotz Verhandlungen über ein Kriegsende setzt Moskau seine Angriffe auf die Ukraine unbeirrt fort: Am Samstagfrüh haben Attacken auf die ukrainische Energieinfrastruktur in weiten Teilen der Ukraine Stromausfälle verursacht. Infolge der Schäden durch den „massiven Angriff“ sei am Morgen in den meisten Regionen der Strom abgeschaltet worden.

Sobald die Sicherheitslage dies zulasse, werde mit Reparaturarbeiten begonnen, erklärte der Netzbetreiber Ukrenergo. Die polnische Armee meldete unterdessen den Einsatz von Flugzeugen zum Schutz ihres Luftraums. Bei russischen Angriffen auf den Westen der Ukraine nahe der Grenze zum Nachbarland Polen war dies bereits mehrfach der Fall.

Der ehemalige stellvertretende Innenminister der Ukraine, Anton Heraschtschenko, teilte auf X eine Karte, auf der die Angriffe eingezeichnet sind:

In der Hauptstadt Kiew sind bereits seit Tagen mehr als 1100 Wohnblocks ohne Heizung. Das Heizkraftwerk für diese Stadtteile war bei einem russischen Luftangriff am Dienstag so beschädigt worden, dass die Reparatur mindestens zwei Monate dauern werde, hatte Bürgermeister Vitali Klitschko mitgeteilt. In diesem Winter können sie also wohl nicht mehr beheizt werden. Die Verwaltung der Drei-Millionen-Stadt veröffentlichte eine Liste mit 1126 betroffenen Gebäuden, die alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro liegen.

Kämpfe trotz Gesprächen
Trotz jüngster Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine attackieren die russischen Streitkräfte seit Monaten massiv die ukrainische Energieinfrastruktur. Inmitten einer winterlichen Kältewelle wurde dadurch vielerorts die Energieversorgung unterbrochen. Hunderttausende Menschen sind bei Temperaturen um die minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung.

Am Donnerstag war die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi zu Ende gegangen. Alle Seiten sprachen von Fortschritten, aber teils auch von schwierigen Gesprächen, einen Durchbruch für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine gab es nicht. Kiew und Moskau vereinbarten immerhin einen Gefangenenaustausch und kündigten eine Fortsetzung der Gespräche an.

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