14.05.2021 14:13 |

Während Freitagsgebet

Zwölf Tote bei Explosion in Moschee in Afghanistan

Bei einer Explosion in einer Moschee in der Nähe von Kabul in Afghanistan sind am Freitag mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Explosion habe sich während des Freitagsgebets innerhalb der Moschee im Bezirk Shakar Darah in der Provinz Kabul ereignet, teilte ein Polizeisprecher mit. Unter den Getöteten sei auch der Imam. Zudem seien 15 Menschen verletzt worden.

Sollte es sich bei der Explosion um einen Anschlag gehandelt haben, wäre es der erste große Verstoß gegen eine derzeit geltende dreitägige Waffenruhe zwischen den radikalislamischen Taliban und den afghanischen Truppen.

Ein Polizeisprecher gab gegenüber aljazeera.com an, dass der Sprengstoff bereits vor dem Gottesdienst in die Moschee geschafft worden sein könnte. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Waffenruhe hatte am Donnerstag begonnen
Die von den Islamisten vorgeschlagene und von Präsident Ashraf Ghani unterstützte Waffenruhe soll es den Menschen ermöglichen, ungestört das islamische Eid-al-Fitr-Fest zum Ende des Ramadan zu feiern, das am Samstag zu Ende geht. Die Waffenruhe hatte am Donnerstag begonnen.

Seit Ende April - dem Beginn des Abzugs der NATO-Truppen - hat die Gewalt in Afghanistan wieder stark zugenommen. Dabei richten sich die Angriffe nicht gegen die ausländischen Streitkräfte, sondern gegen das afghanische Militär und die Zivilbevölkerung.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).