10.05.2021 09:00 |

Leser-Echo

Gehaltsfortzahlung: „Sind Politiker Halbgötter?“

Ganze 75 % ihres Gehalts beziehen Politikerinnen und Politiker nach ihrer Abwahl. Von 15 Ex-Mandataren nach der Gemeinderatswahl kosten diese Gehaltsfortzahlungen der Stadt Wien üppige 378.930 Euro brutto - zulasten der Steuerzahler. Nach gesetzlichen Anforderungen haben zum Beispiel amtsführende Stadträte oder Bezirksvorsteher ein Berufsverbot und somit sechs Monate lang Anspruch auf die Fortzahlung.

Die Veröffentlichung dieser Summen seitens des Parlaments forcierte ORF-Journalist Martin Thür mithilfe eines Antrags an den Verfassungsgerichtshof. Denn bisher wurden die nachträglichen Gehälter besser gehütet als die Akten aus dem Finanzministerium. Vor allem den Otto-Normal-Verdiener brüskieren diese Zahlen. „Österreich, der Selbstbedienungsladen für seine Politiker!“ schrieb ein Leser unserer Community zu dieser Bekanntgabe.

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Leserkommentare
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bluetrue
Österreich, der Selbstbedienungsladen für seine Politiker! So unverschämt wie bei uns, wird kaum in einem anderem Land zugelangt!
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BesteMeinung
Wird Zeit, dass diese Politikerprivilegien endlich abgestellt werden.

Eine Schande für eine Demokratie!
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Zuletzt lehnte Rudolf Anschober (Grüne) bei seinem Amtsrücktritt die Gehaltsfortzahlung ab. Die ehemalige Grünen-Chefin Birgit Hebein beantragte im Gegensatz dazu laut Liste die Fortzahlung - und steht mit satten 91.000 Euro brutto an vorderster Spitze. Von Privilegien bis Halbgötter kamen die Wortmeldungen unserer Community. Viele fühlten sich aufgrund dieser horrenden Zahlen ungerecht bezahlt und können die Höhe der Beträge, welche durch die Steuerzahler zusammenkommen, nicht ganz nachvollziehen. Die Forderung nach Gleichberechtigung kam von mehreren Seiten.

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Severus1234
Wieso gibt es diese Zahlungen eigentlich? Sind Politiker Halbgötter? Es sollte so sein, wie bei jedem normalen Arbeitnehmer. Ist man seinen Job los, beginnt man mit einer anderen Arbeit oder geht zum Arbeitsamt. Genau weil es diese Vorzüge gibt, werden von diesen Herrschaften vor der Wahl die unmöglichsten Versprechen gemacht, die dann eh keiner einhält. Wichtig für die ist nur der Platz am Futtertrog, denn der verspricht ewigen Wohlstand auf unsere Kosten.
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Balatoni
Wenn wir aus unserem Job austreten oder ihn verlieren , bekommen wir nichts oder nur kleine Zahlung vom AMS , wenn überhaupt. Dieses System gehört geändert. Wenn ein Politiker sein Amt aufgibt oder gehen muss, dann muss dieser selbst schauen wie er um die Runden kommt. Vielleicht wäre dass ein Anreiz dass PolitikerInnen ihren Job ernster nehmen.
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saroelfr1
Warum beträgt das Arbeitslosengeld nicht für jeden Bürger 75% des Letztgehaltes für die ersten 6 Monate. Wo bleibt die Gleichheitsberechtigung. Eine reine Frechheit für den Steuerzahler.
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Auch ein paar verständnisvolle Stimmen machen sich im Forum bemerkbar, auch wenn diese nicht die lautesten sind. Die direkte Schuld liege ja nicht bei den Politikerinnen und Politikern selber, „das Problem ist die Gesetzeslage“. Rechtfertigung der Fortzahlung kommt vor allem daher, da Personen aus politischen Ämtern keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Leser buk11 empfindet die Gehälter auch als Frechheit, „aber blöd wären sie, wenn einem das zu steht, man es aber nicht nutzt.“

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DerWahrsager
Jetzt mal ganz ehrlich… das Geld würde ich auch nehmen. Das Problem ist die Gesetzeslage und gehört längst an das ASVG angepasst. Ein Politiker ist in Zeiten wie diesen nicht mehr wichtiger als die Supermarktangestellte von nebenan, die einen Bruchteil davon verdient. Meine Meinung.
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Martin177
Die Gehaltsfortzahlung ist gerechtfertigt, PolitikerInnen haben kein Arbeitslosengeld und haben einen schwierigen Wiedereinstieg, Voralpen wenn sie das ganze Leben nur in der Politik waren!
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buk11
Diese Summen sind zwar irgendwie eine Frechheit, aber blöd wären Sie, wenn einem das zu steht, man es aber nicht nutzt. Glaube ein Großteil der Personen die sich hier ebenfalls aufregen, würden das Geld auch sofort ohne bedenken annehmen.
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Was sagen Sie zur Fortzahlung der Gehälter an Ex-Politikerinnen und -Politiker? Sind die 75 % trotz der hohen Summe der Gehälter aufgrund der Verantwortung, welche diese in ihrer Amtszeit trugen, gerechtfertigt? Oder sollte der prozentuelle Anteil niedriger sein? Sagen Sie uns Ihre Meinung dazu in den Kommentaren!

Eleana Novak
Eleana Novak
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