07.05.2021 21:59 |

Neue Thrombose-Fälle

Großbritannien hebt Altersgrenze für AstraZeneca

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Diese Empfehlung veröffentlichte am Freitag das Wissenschaftskomitee JCVI, das die Impfkampagne im Königreich überwacht. Nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA wurden nach den inzwischen mehr als 28 Millionen Impfungen mit dem Vakzin in Großbritannien 242 Thrombose-Fälle registriert. Unterdessen lockert die Regierung ab 17. Mai die Reisebeschränkungen für England.

Das JCVI hatte im April bereits empfohlen, AstraZeneca wenn möglich nur bei über 30-Jährigen einzusetzen. Nun hob es die empfohlene Altersgrenze nochmals an. Es betonte zugleich, dass es sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“ handle. Doch solle sie das Vertrauen in die Impfungen erhöhen.

MHRA-Chefin June Raine betonte ihrerseits bei einer Pressekonferenz, die Vorteile der Impfung mit AstraZeneca seien „bei der großen Mehrheit“ der Bevölkerung weiter deutlich größer als die Risiken von Nebenwirkungen. Dies gelte vor allem für ältere Menschen.

Österreich bleibt bei Impfplan
Wegen seltenen Fällen von schweren Thrombosen nach Impfungen wird das Vakzin des schwedisch-britischen Herstellers in einigen europäischen Ländern derzeit nicht genutzt, andere haben Altersgrenzen gesetzt. In Österreich wird der AstraZeneca-Impfstoff uneingeschränkt verabreicht.

Infektionszahlen mit indischer Variante steigen an
Sorge bereitet in Großbritannien unterdessen die Verbreitung der indischen Virusvariante B.1617 in Großbritannien. Nachdem die Zahl der Infektionen binnen weniger Tage von 202 auf 520 angestiegen war, stufte die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) die Mutante als „besorgniserregende Variante“ ein.

Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass es sich bei B.1617 um eine ansteckendere Mutante handle. Die meisten Fälle traten demnach in London und der nordwestenglischen Stadt Bolton auf, wobei fast die Hälfte mit Auslandsreisen in Verbindung stehen. Damit geht das PHE noch einen Schritt weiter als das Robert Koch-Institut, das den indischen Stamm derzeit noch als „unter Beobachtung stehende Variante“ einstuft.

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