07.05.2021 18:12 |

Variante ansteckender?

Indische Mutation in England „besorgniserregend“

Während sowohl britische Wissenschaftler als auch die WHO die erstmals in Indien aufgetauchte Corona-Variante als nicht deutlich gefährlicher als die bisherigen Varianten einstuften, deklarierte England B.1.617.2 nun als „besorgniserregend“. Sie habe sich dabei als ansteckender erwiesen als andere Varianten, so die Erklärung.

Die sogenannte Doppelmutation aus Indien bereitet Wissenschaftlern seit Wochen Kopfzerbrechen. Obwohl Wissenschaftler erst vor kurzem erklärten, dass die neue Variante bereits gebildete Antikörper gegen das Coronavirus nicht umgehen kann, blieb die Frage nach der erhöhten Ansteckungswahrscheinlichkeit bislang noch offen.

Viele Fragen noch offen
England geht nach einem vermehrten Auftreten der indischen Mutation im Land nun aber auf Nummer sicher und stufte sie am Freitag offiziell als „besorgniserregend“ („Variant of Concern“) ein. Wie eine Expertin der Öffentlichen Gesundheitsbehörde bekannt gab, soll sie sich im Vergleich zu anderen Varianten tatsächlich als ansteckender erwiesen haben.

Es gebe allerdings noch keine ausreichenden Daten dazu, ob die Mutation auch schwerere Erkrankungen auslöse oder die Wirkung von Impfstoffen abschwäche.

Neue dominierende Variante?
Derzeit sind in Großbritannien 520 Fälle des Subtyps bekannt - in der vergangenen Woche waren es noch 202. Die Anzahl der Infektionsfälle damit wächst aktuell deutlich schneller als andere Varianten im Land. Zwei weitere in Indien entdeckte Mutationen - B.1617.1. und B.1617.3 - bleiben in England weiterhin unter Beobachtung.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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