Enorme Staubwolke

Sprengung nach gewaltigem Felssturz am Attersee

Seit vielen Wochen schon ist die Seeleiten Straße am Attersee in Oberösterreich gesperrt - wie berichtet, hatte sich Anfang Februar eine Gesteinsformation gelöst, ein tonnenschwerer Felssturz war die Folge, gewaltige Brocken blockierten die Straße. Die Situation galt auch danach als sehr gefährlich, machte aufwendige Sicherungsarbeiten nötig. Am Montagnachmittag erfolgte eine davon: Am Berg wurde eine Felssprengung durchgeführt.

Bereits kurz nach dem Felssturz hatten Experten sowie Geologen die Beschaffenheit des Berges genau analysiert - und sollten in der Folge feststellen, dass von der Abbruchstelle immer noch Gefahr ausging. So wies ein etwa 2500 Kubikmeter großer Felsblock bereits Risse auf, drohte sich in weiterer Folge zu lösen. „Dieser Block muss in kleineren Happen abgesprengt werden“, erklärte damals Sicherheitslandesrat Wolfgang Klinger. Danach müsse der gesamte Hang von lockerem Gestein befreit werden.

Steinbrockenschwall in Richtung Tal
Am Montagnachmittag war es erneut so weit: Der Blick auf die traumhafte Bergkulisse wurde mit einem Mal von einem ohrenbetäubenden Knall begleitet, einen Wimpernschlag später zeigte sich bereits eine immer weiter anwachsende Staubwolke, während sich ein regelrechter Schwall an Steinbrocken in Richtung Tal ergoss. Die Vorbereitungen für die Felssprengung waren bereits seit einigen Wochen gelaufen.

Mit einem Ende langer Umwege für die Einheimischen, die derzeit aufgrund der Sperre die Seeleiten Straße nicht befahren können, wird laut ORF derzeit Ende Mai gerechnet. Für die umfassende Sicherung nötig ist darüber hinaus jedoch auch ein flächenwirtschaftliches Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung. Der Schutzwald, der im Zuge des Felssturzes eine Vielzahl an mittelgroßen Steinen hatte abfangen können, soll u.a. verjüngt und wiederhergestellt werden - Gesamtkosten für die Sicherung: 1,9 bis 2,4 Millionen Euro.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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Sonntag, 16. Mai 2021
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