12.01.2011 15:02 |

(Aus)bildungswege

FP für "Aufwertung" statt Abschaffung des Wehrdienstes

Während die SPÖ am Mittwoch in Wien über eine auch für Landeshauptmann Hans Niessl denkbare Abschaffung der Wehrpflicht berät, treten die burgenländischen Freiheitlichen für eine "Aufwertung" des Grundwehrdienstes statt einer Abschaffung der Wehrpflicht ein. Ein Bekenntnis zur Wehrpflicht sei "aus demokratie- und sicherheitspolitischen Gründen" wichtig, erklärte FP-Landesobmann Johann Tschürtz am Mittwoch. Die Freiheitlichen seien dennoch "für eine Volksbefragung", so Tschürtz.

Das Bundesheer sei "eine Art Lebensversicherung": "Man investiert Geld, damit man im Ernstfall abgesichert ist", argumentierte der FP-Chef. In einer Gemeinde würde auch nicht ein Bürgermeister die Feuerwehr auflassen, "weil es zwei Jahre nicht gebrannt hat". Wichtig sei, dass junge Männer beim Heer nicht "Zeit absitzen" müssten, sondern auf ihren Lebensweg etwas mitbekämen, was sie später brauchen könnten.

Aus- und Weiterbildung für Grundwehrdiener
Es stelle sich die Frage, warum es für Grundwehrdiener nicht ein Angebot von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, wie etwa Sprachkurse, geben solle. Für den FP-Obmann ist hinsichtlich einer Ausbildung auch eine Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsinstitut (bfi) oder der Wirtschaftskammer denkbar. Für Grundwehrdiener wäre zum Beispiel auch eine Intensivausbildung im Bereich der Feuerwehr möglich.

Bezweifelt wird bei den Freiheitlichen, dass sich bei Einführung einer Berufsarmee und Abschaffung des Zivildienstes ausreichend Freiwillige entweder fürs Heer oder einen Sozialdienst fänden. Hinsichtlich einer Volksabstimmung werde die FPÖ ihren eigenen Standpunkt noch bekannt geben, so Tschürtz. Die Freiheitlichen wollen zuvor einen eigenen Punktekatalog erarbeiten.

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