30.03.2021 10:30 |

Beschwerde bei Gericht

Die Seilbahner zittern um ihre Hilfsgelder

„Bitte warten“ – das heißt es weiterhin für Salzburgs Seilbahner: Ein Jahr nach Ausbruch der Krise sind vielerorts die Entschädigungszahlungen nach dem Epidemiegesetz ausständig. „Es geht um viel, die Ungeduld steigt “, so Branchen-Sprecher Erich Egger. Indes erhebt das Snow Space Salzburg nun Beschwerde bei Gericht.
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„Wir haben immer noch keinen Bescheid erhalten“, sagt Veronika Scheffer. Die Chefin der Zauchensee Liftgesellschaft muss sich dieser Tage gedulden: Ihr Antrag auf Entschädigung nach dem Epidemiegesetz für den März 2020 ist noch immer offen – ein Nachbesserungsauftrag für Teile des Antrages ging bereits vor über einem Monat ein.

Bisher floß nur der Umsatzersatz für den November. „Heuer haben wir nur 20 Prozent unseres üblichen Umsatzes einfahren können, bei 80 Prozent der Fixkosten. Da ist jeder Euro wichtig“, sagt Scheffer, die auf eine baldige Antwort von der Behörde hofft.

Allein ist sie mit ihrer Hoffnung nicht. Vielerorts warten die Seilbahner immer noch auf die Entscheidungen der Bezirksbehörden, weiß Branchen-Sprecher Erich Egger. „Die Behörden haben einen Rückstau abzubauen. Es ist zu befürchten, dass das alles länger dauern wird“, sagt Egger. Die Ungeduld in der Branche steige – die großen Liftgesellschaften haben im Schnitt rund drei Millionen Euro an Entschädigungszahlungen beantragt.

Bisher haben wenige Skigebiete negative Bescheide erhalten. Wie etwa das Snow Space Salzburg, das vergangene Woche von Anwalt Harald Schwendinger eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht hat einbringen lassen. Der Anspruch auf die Coronahilfe bestehe, so Schwendinger. Die veranlassten Schließungen im März 2020 hätten auf Basis eines weiteren Paragrafen des Epidemiegesetzes erfolgen müssen. „Wir werden alles daran setzen und sehen, was erreichbar ist“, so Snow Space-Vorstand Wolfgang Hettegger.

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