„Da bin ich wieder“, schreibt Urs Kryenbühl auf Instagram. Sonnenbrillen-Emoji und Winke-Hand dürfen nicht fehlen. Ebenso wenig Fotos und ein Video von seinen ersten Schwüngen, die der Schweizer kaum zwei Monate nach seinem fürchterlichen Sturz in Kitzbühel wieder in den Schnee fräst.
22. Jänner, Abfahrt in Kitzbühel: Beim Zielsprung auf der Streif verliert Urs Kryenbühl in der Luft die Kontrolle. Es „zerlegt“ ihn. Grausige Bilder machen die Runde. Der Schweizer kullert regelrecht in den Zielraum und bleibt dort liegen. Bange Minuten in Kitzbühel, Fassungslosigkeit nicht nur bei seinem führenden Landsmann Beat Feuz, dessen sorgenvoller Blick immer wieder ins TV-Bild gerückt wird.
Kryenbühl: „Schritt Richtung Starthaus“
Vor diesem Hintergrund muten die Bilder, die er sechseinhalb Wochen später via „Insta“ um die Welt schickt, geradezu surreal an: Urs Kryenbühl strahlt mit nach oben gerecktem Daumen in die Kamera. Er steht in voller Montur wieder auf der Piste und zaubert die ersten Schwünge in den Schnee. Von rennmäßigem Tempo kann freilich noch keine Rede sein. Trotzdem: „Der heutige Tag war ein erster Schritt zurück in Richtung Starthaus. Dass noch weitere Schritte bevorstehen, ist klar. Nach solch coolen Schwüngen wie heute bin ich jedoch topmotiviert, auch diese zu gehen.“
Fünf Fahrten mit „Touristen-Ski“
Krynbühel steht also trotz Kreuzbandrisses (und Schlüsselbeinbruches) wieder auf den Skiern. Wie das geht? Eine Operation war nicht nötig. Laut Ärzten würde das Kreuzband auch so wieder zusammenwachsen, erzählt Kryenbühl dem Schweizer „Blick“. Außerdem setzt Kryenbühl auf die Heilkünste von seinem Schwiegervater, der als Naturzart werkt. Und es scheint zu wirken: Immerhin „fünf Fahrten mit dem Touristen-Ski“ habe er absolviert, zitiert der „Blick“ den Speed-Spezialisten. Der erste Schritt Richtung Comeback ist getan.
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