13.03.2021 10:00 |

Salzburg Inoffiziell

Die Probleme der Direktoren

Landespolizeidirektor Bernhard Rausch bekommt Hilfe im Kampf gegen die Raser. Sein Vorgänger Franz Ruf muss sich mit einer Anzeige wegen Falschaussage plagen.

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll hat gemeinsam mit Polizeidirektor Bernhard Rausch den neuen Weg zur Bekämpfung der Raser vorgestellt. Das Herzstück soll dabei eine eigener Koordinator sein, bei dem sämtliche Informationen zusammenlaufen. Der Posten soll in den nächsten Wochen besetzt werden. Schwerpunktkontrollen und Prävention sollen neben höheren Strafen für Besserungen sorgen. Warum die Maßnahmen so spät kommen? Für Rausch ist die Raserszene erst im vergangenen Jahr durch die freien Straßen in der Pandemie präsent geworden – und damit zum Problem. Das sagte er vor versammelter Presse bei einem Medientermin in der Kfz-Landesprüfstelle. Just in diesem Moment fuhr ein weißer Lieferwagen ohne Kennzeichen zum Kontrolltermin vor. Rauschs Untergebene mussten ausrücken.

Die Raser als neues Problem auf Salzburgs Straßen? Diese Meinung hat der Landespolizeidirektor exklusiv. Salzburger wissen, dass Tempobolzer seit Jahren ihr Unwesen auf Salzburgs Straßen treiben – auch zu Zeiten von Rauschs Vorgänger Franz Ruf. Dieser ist mittlerweile Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit und damit Österreichs ranghöchster Polizist. Ihm flatterte nun eine Anzeige wegen Falschaussage im Zuge eins Amtshaftungsprozesses ins Haus. Ein früherer hochrangiger Polizeijurist hatte wegen massiven Mobbings und Verdienstentgang geklagt.

Momentan müssen die Pinzgauer ohne ihren Bezirkshauptmann auskommen: Bernhard Gratz ist im Krankenstand, wie das Land bestätigt. Wie lange, ist unklar – bis auf weiteres führt seine Kollegin, Katharina Blersch , die Behörde.

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