05.03.2021 08:30 |

immer weniger vögel

Bestand der Girlitze in Kärnten hat sich halbiert

Die ersten Girlitze, die ihre Winterquartiere im Mittelmeerraum verlassen, kehren in ihre heimischen Brutreviere zurück. Doch es werden immer weniger. In den vergangenen 20 Jahren schrumpfte der Girlitzbestand in Österreich auf ein Fünftel.

In Kärnten hat sich der Bestand halbiert. War man 2006 noch von 2500 bis zu 5000 Brutpaaren ausgegangen, so liegen die Schätzungen laut Birdlife Kärnten derzeit nur noch bei 1500 bis 3000 Brutpaaren. An zahlreichen Standorten ist der Girlitz überhaupt nicht mehr vorzufinden. „Und der Trend ist leider weiterhin rückläufig“, bedauert Andreas Kleewein von Birdlife Kärnten.

Grund für das Ausbleiben des Rufes dieses wunderschönen Vogels sind der Rückgang von Wildkräutern und die Bodenversiegelung sowie Verbauungen im Kleingartenbereich. „Der Ordnungs- und Pflegewahn des Menschen ist ein großer Nachteil“, sagt Kleewein. Man werde in der Gartengestaltung wieder umdenken müssen. Einen kleinen Lichtblick bot das reichhaltige Samenangebot im Jahr 2020. Da gab es wenigstens auch für den Girlitz genug Nahrung.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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