02.03.2021 13:15 |

Corona-Diplomatie

Serbiens Präsident schenkte Bosnien 5000 Impfdosen

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ist am Dienstag ins Nachbarland Bosnien-Herzegowina gereist und hat in der Hauptstadt Sarajevo eine Impfstoff-Spende seines Landes überreicht - 5000 Dosen des Herstellers AstraZeneca. Bosnien wartet auf Impfstoff-Lieferungen über das Covax-Programm und die EU-Heranführungshilfe (IPA), hat bisher aber noch kein Vakzin aus diesen beiden Programmen erhalten.

Es handle sich um keine Hilfe, erklärte Vucic bei seinem Besuch. Es gehe um etwas, das allen gehöre, und Serbien habe das Glück gehabt, sich mehrere Impfstoffe gesichert zu haben. Der ersten Lieferung sollen in wenigen Tagen 5000 weitere geschenkte Impfstoff-Dosen folgen, kündigte der serbische Präsident an. Die Balkan-Völker würden über riesige Kraft verfügen, wenn sie geeint seien, sagte Vucic.

Bereits 500.000 Serben immunisiert
Serbien ist dank Impfstofflieferungen aus China und Russland eines der Länder in Europa mit der höchsten Impfrate. Laut offiziellen Angaben wurden bisher fast 1,5 Millionen Impfstoffdosen verabreicht, mehr als eine halbe Million Bürger Serbiens haben bereits die zweite Impfdosis erhalten.

Großzügige Gaben an Nachbarländer
Die großen Mengen erlauben es dem Balkanland, mehrere Nachbarländer mit großzügigen Impfstoff-Geschenken zu bedenken. Mitte Februar brachte der serbische Präsident persönlich 8000 Dosen des Pfizer-Impfstoffs nach Nordmazedonien.

Ministerpräsidentin Ana Brnabic überreichte wenige Tage später ihrem montenegrinischen Amtskollegen Zdravko Krivokapic 2000 Dosen des russischen Vakzins „Sputnik V“. Der serbische Landesteil von Bosnien-Herzegowina, die Republika Srpska, erhielt ebenfalls bereits Impfstoff aus Serbien.

In Bosnien gibt es landesweit derzeit 10.780 aktive Krankheitsfälle. Seit dem Ausbruch der Pandemie vor einem Jahr wurden 132.361 Coronavirus-Kranke registriert.

Quelle: APA

Matthias Fuchs
Matthias Fuchs
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