Straße soll so bleiben

Wieso Anrainer gegen Neubau und Begrünung sind

Niederösterreich
02.03.2026 05:30

Parkplätze gehen vor: Eine Straße soll „beruhigt“ werden, da immer mehr Eltern ihre Kinder in die Schule oder in den Kindergarten bringen. Aber – und das ist nicht der übliche Fall: Die Bürger sind dagegen, die Gasse soll in ihrem schon etwas maroden Zustand bleiben. Parkplätze verlieren ist keine Option – und man hat hier auch „Trümpfe“ in der Hand, in Form von Stromkästen.

Vor 33 Jahren startete eine Unstimmigkeit zwischen der Gemeinde und den Anrainern der Schulgasse in Bisamberg im Bezirk Korneuburg, welche in einer U-Form als erweiterter Kreisverkehr geführt wird. Einst mussten die Anrainer durch eine Umwidmung Flächen an die Gemeinde abtreten. Nun steht ein neues Problem im Raum: Da die Straße zunehmend von „Elterntaxis“ genutzt wird, die ihre Sprösslinge in die Schule und den Kindergarten bringen, möchte die Gemeindeführung die Anrainer abermals mit einer Änderung gegen deren Willen „zwangsbeglücken“, wie diese in einem langen Schreiben an die „Krone“ berichten: Und zwar mit einer Verkehrsberuhigung, auch von einem Radweg ist die Rede.

Zitat Icon

Es geht hier nicht nur um die Interessen der Anrainer. Gehsteig, Parkplätze und eine normgerechte Fahrbahnbreite von 3,5 Metern sind baulich nicht möglich.

Johannes Stuttner, Bürgermeister

Verhandlungen stocken – Unterschriften gesammelt, Anwälte sind dran
Nur: Die Anrainer wehren sich strikt – unter anderem mit einer Unterschriftenliste. Denn die Schulstraße sei an vielen Stellen sehr eng, sodass viele ihre Parkplätze somit aus Platzmangel verlieren würden: „Man kann vor allem älteren und auch schwer kranken Menschen nicht zumuten, plötzlich ihre Fahrzeuge weit weg von ihrem Wohnhaus abzustellen.“

„Elterntaxi-Verkehr“ wird in Kauf genommen: „Parkplätze sollen bleiben“
Dass die Straße durch den Zubringerverkehr für die Jugend eine erhöhte Frequenz aufweise, sei klar, jedoch: „Es ist jahrelang kein Unfall passiert. Nun will man teure Projekte realisieren, die nur scheinbar dem Zeitgeist entsprechen.“

„Stromböcke“ werden als Druckmittel verwendet
„Ass im Ärmel“ sind für manche Anrainer Stromböcke, die aus erwähntem Platzmangel auf deren Privatgründe versetzt werden müssten. Das ist aus gesetzlichen Gründen aber nicht möglich. Folge: Das Projekt stockt. Es gäbe Anwaltsschreiben beider Seiten, heißt es. „Die Neugestaltung Schulgasse Ost kostet 300.000 Euro. Es liegt nun ein Plan vor, der als Einigungslösung eine Begegnungszone vorsieht“, sagt Bürgermeister Johannes Stuttner.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt