07.02.2021 12:21 |

Keine „Apokalypse“

Saharastaub färbte Himmel über Europa gelb

In weiten Teilen Europas kann man derzeit ein seltenes Wetterphänomen beobachten. Eine starke Südströmung brachte in den letzten Stunden Staub aus der Sahara nach Spanien, Frankreich, die Schweiz, Süddeutschland und den äußeren Westen Österreichs. Die Folge: eine Stimmung wie auf einem alten Sepia-Foto mit getrübtem Himmel und gelbem Schnee. Zu verdanken ist dies sogenanntem Blutregen. 

Wüstensand aus der Sahara sorgt momentan für eine ganz besondere Wetterstimmung über weiten Teilen Europas. Denn bei bestimmten Wetterlagen wird Saharastaub im Norden Afrikas von starken Winden aufgewirbelt und in höhere Luftschichten verfrachtet. Über großräumige Luftströmungen werden die feinen Sandpartikel dann über weite Strecken befördert - aktuell sogar bis nach Spanien, Frankreich und Teile des Alpenraums.

Keine „Apokalypse oder Ankunft von Außerirdischen“
Dort sorgt dieser „Blutregen“ im Moment für eine ganz besondere Stimmung. Gelblich bis rosarot schimmernder Himmel breitet sich vielerorts über einer Schneedecke aus, die ebenfalls bereits einen bräunlich-gelben Sepiaton angenommen hatte.

Ein Wetterphänomen, das viele Menschen staunen ließ. So sehr, dass der staatliche französische Wetterdienst sogar wissen ließ, dass es sich bei dem Phänomen weder um „eine Apokalypse noch um die Ankunft von Außerirdischen“ handle. Und die sozialen Netzwerke waren am Sonntagmorgen überflutet von Aufnahmen, die Landschaften in gelbes Licht getaucht zeigten. 

„Blutregen“ wird das dieses Wetterphänomen genannt, weil es im Normalfall von Niederschlägen begleitet wird. Im Winter kann „Blutregen“ auch in „Blutschnee“ übergehen. Dieses Mal war es jedoch trockener Staub, der sich über Europa ausgebreitet hatte. 

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