29.01.2021 12:53 |

EMA zu Impfstoff:

Keine Sicherheitsprobleme mit Pfizer/Biontech

Gut einen Monat nach Start für den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech hat die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) keine Sicherheitsprobleme festgestellt. Die gemeldeten allergischen Reaktionen und Nebenwirkungen zeigten keine Auffälligkeiten, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Gemeldete Todesfälle hätten nichts mit dem Impfstoff zu tun. Die Daten entsprächen dem zuvor bekannten Sicherheitsprofil, so die Behörde. „Neue Nebenwirkungen wurden nicht identifiziert.“

Der Impfstoff des US-Herstellers Pfizer und des deutschen Unternehmens Biontech war am 21. Dezember in der EU zugelassen worden. Allergische Reaktionen und mögliche Nebenwirkungen werden aber weiterhin in der EU überprüft. Auch Verdachtsfälle würden weiterhin gemeldet und bewertet, wie die EMA mitteilte. Sicherheitsberichte sollen monatlich veröffentlicht werden.

Der Sicherheitsausschuss der Behörde PRAC hatte den Angaben zufolge auch Todesfälle überprüft, die nach der Impfung aufgetreten waren. Dabei seien Vorerkrankungen der Personen sowie das Alter berücksichtigt worden. „PRAC stellte fest, dass die Daten keine Verbindung zeigten zur Impfung mit Comirnaty und dass die Fälle keine Sicherheitsbedenken auslösten.“ Comirnaty ist der offizielle Name des Präparates von Pfizer und Biontech.

EMA entscheidet über Covid-Vakzin von AstraZeneca
Unterdessen steht die Zulassung eines dritten Impfstoffes in der EU kurz bevor. Die EMA trifft am Freitag eine Vorentscheidung über die Zulassung des Wirkstoffes des schwedisch-britischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Die Empfehlung für eine bedingte Marktzulassung gilt als sicher. Allerdings war offen, ob die Experten den Impfstoff auch für Personen über 65 Jahre empfehlen werden. Die EU-Kommission muss der Zulassung danach noch zustimmen. Das aber gilt als Formsache.

Streit zwischen EU und AstraZeneca
Bisher sind in der EU nur die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Ungeklärt ist noch immer, wie viele Impfdosen von AstraZeneca geliefert werden können. Im Streit mit der EU-Kommission beruft sich das Unternehmen auf Produktionsprobleme. In Großbritannien wird das Präparat bereits seit Jänner eingesetzt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen pochte unterdessen auf mehr Impfstofflieferungen. „Es gibt verbindliche Bestellungen und der Vertrag ist glasklar“, sagte sie am Freitag im Deutschlandfunk. Darin würden ganz klare Liefermengen für das erste, zweite und dritte Quartal genannt und die Produktionsstandorte dafür.

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