26.01.2021 13:36 |

Mehr Strenge gefordert

Merkel zu Corona: „Uns ist das Ding entglitten“

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel soll laut einem Medienbericht in einer internen Videokonferenz das Management in der Corona-Krise deutlich kritisiert haben. „Uns ist das Ding entglitten. Wir müssen noch strenger werden, sonst sind wir in 14 Tagen wieder da, wo wir waren“, soll sie Teilnehmern zufolge am Sonntag gesagt haben.

Angela Merkel warnte bereits früh vor einem harten Winter - nun steckt Deutschland (ähnlich wie Österreich) im Lockdown fest. Wie die „Bild“ berichtet, soll die Kanzlerin in einer internen Videokonferenz mit den Fraktionschefs der Christdemokraten aus Bund und Ländern gemeint haben, dass alles „furchtbar“ sein. Durch die Mutationen lebe Deutschland „auf einem Pulverfass“.

Härteres Grenzregime gefordert
Auch die Auslandsreisen vieler Deutscher habe sie kritisiert, berichtete das Blatt. Weihnachten seien jeden Tag 50.000 Menschen auf die Kanaren und die Malediven geflogen. „Warum können wir die Reisen nicht verbieten?“, soll die Regierungschefin gefragt haben. Man müsse „den Flugverkehr so ausdünnen, dass man nirgendwo mehr hinkommt“, sagte Merkel nach Angaben ihrer Zuhörer. Sie fügte auch an, Deutschland brauche ein härteres Grenzregime.

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, müsste Deutschland auf eine Inzidenz unter 50 kommen. Am Dienstagmorgen liegt Deutschland bei rund 107 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Impfstoff sei die „Aussicht auf ein Ende“. Doch dafür müssten die Fallzahlen klein gehalten werden, damit es auch nicht zu neuen Mutationen komme.

Lockdown gilt bis Mitte Februar
Öffnungen der Geschäfte und Restaurants Mitte Februar sind laut Merkel „nicht gesichert“. Bei möglichen Öffnungen müsse die Reihenfolge lauten: erst Kitas und Schulen, dann Geschäfte, dann Restaurants. In der vergangenen Woche hatte Merkel gemeinsam mit Bund und Ländern beschlossen, den bis Ende Jänner vorgesehenen Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern.

Derzeit sinken die täglichen Neuinfektionen in Deutschland leicht. Auch die Zahl der täglichen Todesfälle ist jüngst wieder zurückgegangen. Doch Ausbrüche der neuen Virusmutationen unter anderem in Berlin bereiten Sorgen.

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