„Großes Desaster“

Formel-1-Team ist schon vor Saisonstart angezählt

Formel 1
27.02.2026 06:29
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Formel-1-Team Aston Martin ist schon vor dem Saisonstart angezählt und steht gehörig unter Druck. Experte und Ex-Fahrer Ralf Schumacher sieht „ein großes Desaster“.

Im „Sky“-Podcast „Backstage Boxengasse“ fand der frühere Formel-1-Pilot deutliche Worte zur Performance des britischen Rennstalls bei den Testfahrten in Bahrain. „Das ist ein großes Desaster und die Überraschung zugleich. Da kommt alles zusammen. Honda hat mit Red Bull unglaubliche Dinge erreicht und jetzt haben sie mit dem Elektroanteil am meisten Probleme“, sagte Schumacher mit Blick auf die enttäuschenden Tests in Bahrain.

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher(Bild: AFP/GABRIEL BOUYS)

Besonders kritisch sieht er den technischen Rückstand: „Adrian Newey hat klar gesagt, dass es Probleme mit dem Windkanal gab und das Team drei bis vier Monate im Rückstand ist. Das Auto ist nicht gut und der Motor ist schlecht, schlimmer kann es fast gar nicht sein. Da muss man schauen, ob man am Anfang überhaupt die Rennen zu Ende fahren kann.“

Auch die finanzielle Seite des Projekts bereitet Schumacher Sorgen. Teambesitzer Lawrence Stroll stehe „unter großem Druck der Investoren“.

Schumacher: „Aston Martin geht derzeit mehr seitwärts als nach vorne. Das Team muss jetzt gucken, dass Stroll, Newey und die anderen wichtigen Köpfe sich nicht gegenseitig zerlegen.“

Für Fernando Alonso sei die Situation ebenfalls heikel. „Alle sind enttäuscht über die Gesamtsituation, da ist viel Dampf auf dem Kessel. Man muss jetzt Ruhe bewahren.“

Motorenpartner Honda sieht Schumacher nun in der Verantwortung. „Aber da muss jetzt auch was kommen, um das Team Aston Martin zu unterstützen. Honda muss jetzt öffentlich nach vorne gehen, die Fehler einräumen und erklären, wie lange es dauern wird, um diese Fehler zu beheben. Das ist eine Kommunikation, die jetzt dringend passieren muss. Ansonsten werden die Spekulationen immer weitergehen“, so der 50-Jährige.

„Keine Schadenfreude, eher Mitleid“
Sogar das gesamte Konzept des AMR26 stellt er infrage. Ein kompletter Neustart? „Dann ist das Jahr aber ganz schnell vorbei, so schnell können wir alle gar nicht gucken.“

Trotz der harten Kritik betont Schumacher: „Bei mir herrscht keine Schadenfreude, sondern eher Mitleid. Das Projekt sah super aus, dass es jetzt so nach hinten losgeht, tut mir fast leid.“

Damit beginnt die Saison für Aston Martin nicht nur sportlich, sondern auch strategisch unter enormem Druck. Der erste GP der Saison findet am 9. März in Australien statt.

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