24.01.2021 15:42 |

Krawalle in NL

Demonstranten setzten Corona-Testzentrum in Brand

Die verschärften Corona-Maßnahmen mit einer Ausgangssperre haben in den Niederlanden zu Protesten und Krawallen geführt. In etwa zehn Städten kam es nach Berichten der Polizei am späten Sonntagabend kurz zu Ausschreitungen. In der Kleinstadt Urk nördlich von Amsterdam hatten Dutzende Menschen am gegen die Sperrstunde protestiert, Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen und Polizeiautos demoliert. Jugendliche steckten ein Corona-Testzentrum in Brand. In Den Haag wurden Autos in Brand gesteckt. Die mobilen Einheiten der Polizei waren im Einsatz.

Zuvor hatte die Polizei bereits in Amsterdam und Eindhoven mit Wasserwerfern im Voraus verbotene Demonstrationen beendet. Hunderte Demonstranten protestierten nach Polizeiangaben in beiden Städten gegen die Corona-Maßnahmen und griffen die Polizei mit Feuerwerkskörpern und Steinen an. In Eindhoven wurden Geschäfte geplündert und Brände gelegt.

Mehr als 100 Festnahmen in Amsterdam
In der Hauptstadt versammelten sich trotz eines Verbotes Hunderte Demonstranten auf dem Museumsplatz im Zentrum. Die Polizei ging auch mit Pferden, Hunden und dem Einsatz von Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Auch in Eindhoven im Osten hätten Hunderte trotz des Verbotes demonstriert und seien mit Gewalt gegen die Polizei vorgegangen, hieß es. Mehr als 100 Menschen wurden nach Angaben der Polizei allein in Amsterdam festgenommen.

Am Samstagabend war erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft gesetzt worden. Die Bürger müssen von 21 bis 4.30 Uhr in ihren Wohnungen bleiben. Verstöße werden mit Geldstrafen von je 95 Euro bestraft.

Seit Mitte Dezember gilt im Land ein Lockdown. Schulen, Geschäfte und Gaststätten sind geschlossen, Privatkontakte auf eine Person außerhalb des eigenen Haushaltes beschränkt.

In dem Land mit rund 17 Millionen Einwohnern sind bisher rund 13.500 Tote in Verbindung mit Covid-19 registriert worden.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).