24.01.2021 12:54 |

Comeback gescheitert

Das Herz! Kombinierer Gruber wohl vor Karriereende

Der Comeback-Versuch von Bernhard Gruber ist nach einer dramatischen Wende im Krankenhaus von Lahti zu Ende gegangen - und wohl dauerhaft gescheitert! 10 Monate nach seiner Herzoperation mussten dem Nordischen Kombinierer nach erneuten Herzproblemen zwei Stents eingesetzt werden. Der 38-jährige Salzburger hatte am Samstag nach dem Weltcup-Teambewerb in Lahti nach dem Auslaufen über Schmerzen im Brustbereich geklagt.

Nach der Erstdiagnostik vor Ort durch Sanitäter und die ÖSV-Teamärztin wurde im Spital erneut ein Teilverschluss eines Herzkranzgefäßes festgestellt. „Bernhard ist so weit in guter Verfassung und muss nun entsprechend seiner Genesung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben“, sagte ÖSV-Teamärztin Ines Berger-Uckermann. Der Bad Hofgasteiner hatte schon Mitte März 2020 dieselbe Diagnose erhalten. Acht Monate danach erhielt er Anfang November nach umfangreichen Checks die medizinische Freigabe für den Hochleistungssport.

Nach Aufnahme des Trainings mit dem österreichischen Team stieg Gruber am Samstag im Teamsprint von Lahti in die Weltcup-Saison ein. Gemeinsam mit Mario Seidl war er im Springen überraschend Erster gewesen, letztlich wurde es für das Duo ein hervorragender sechster Rang. Er wolle „step by step“ noch näher herankommen, hatte der 38-Jährige nach dem Wettkampf glücklich geäußert. „Da überwiegt die Freude, dass das Herz so gut läuft. Ich muss noch ein bisschen geduldig sein“, hatte Gruber gemeint.

Der Sportliche Leiter Mario Stecher zeigte sich in erster Linie froh, dass nicht mehr passiert sei und die Rettungskette aus der Ferne betrachtet gut funktioniert habe. „Ich bin froh, dass wir eine Ärztin dabei hatten, Bernie sofort ins Spital gebracht wurde und damit die ersten, wichtigen Schritte gesetzt wurden“, sagte Stecher. Er verstünde Fragen, warum Gruber angesichts der Vorgeschichte überhaupt noch einmal im Weltcup gestartet sei, meinte Stecher. „Außertourliche Ärzte vom ÖSV haben ihm die Freigabe für den Spitzensport erteilt. Wir leisten dem dann auch Folge, auch weil sich der Bernie wohlgefühlt hat und das unbedingt wollte.“

Ein Karriereende des vierfachen Olympia- und achtfachen WM-Medaillen-Gewinners scheint nach dem neuerlichen Tiefschlag unvermeidlich. „Das Karriereende muss der Athlet selbst entscheiden und auch bekannt geben“, betonte Stecher. „Klar: Wenn man eins und eins zusammenzählt, dann wird es in diese Richtung laufen. Aber seine Gesundheit muss jetzt im Vordergrund stehen.“

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 01. März 2021
Wetter Symbol

Sportwetten