17.01.2021 05:49 |

Situation gefährlich

Kärnten: Vater und Sohn von Lawine „ausgespuckt“

Die Lawinengefahr bleibt hoch: Das beweisen mehrere Schneebretter, die am Samstag in Kärnten abgegangen sind. Am Wöllaner Nock wurde ein Tourengeher verletzt; sechs weitere blieben zum Glück unversehrt. Keiner führte Lawinenausrüstung mit sich.

Ein Schneebrett haben am Vormittag zwei Wolfsberger (46 und 20) auf dem Wintertaler Nock losgetreten. Ein Polizist: „Vater und Sohn wurden zwar 200 Meter mitgerissen, aber nach wenigen Metern von der Lawine wieder ausgespuckt. Sie blieben unverletzt. Das war aber nicht die einzige Lawine.“

Lawine auf der Flattnitz
Im Bereich Flattnitz-Hirnkopf waren zwei Skitourengeher, Vater (64) und Tochter (38) aus Klagenfurt, in Gefahr: Ein 40 Meter breites und 2,5 Meter hohes Schneebrett riss den Mann mit. Ein vorbeikommender Skitourengeher alarmierte die Rettung, eine Bergung war aber nicht notwendig: Der Mann und seine Tochter fuhren selbst ins Tal ab.

Bergrettung am Wöllaner Nock im Einsatz
Ein 46-Jähriger aus Villach, der mit seiner Schwester (43) und einem Freund (57) am Wöllaner Nock unterwegs war, hatte weniger Glück: Er wurde von einem Schneebrett erfasst und 250 Meter mitgerissen. Er stürzte über einen Felsen in einen Wald, wo er schwer verletzt liegen blieb. Alpin-1-Rettungspilot Alex Rassi: „Wir haben ihn mit dem Seil geborgen. Er hat Kopfverletzungen.“ Im Schnee hätte man den Mann vielleicht gar nicht aufspüren können; keiner der drei hatte eine Lawinenausrüstung dabei.

Mehrere Bergrettungen mit Hunden haben den Lawinenkegel abgesucht, um weitere Verschüttete zu finden. Die Schwester des Verletzten und sein Bekannter waren vom Schneebrett verschont worden.

Serina Babka
Serina Babka
Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner
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