Debatten im Internet

Tiroler Politiker beim Twittern „gestolpert“

Tirol
11.01.2021 10:00

Für Aufregung sorgten Anfang des Jahres zwei „Tweets“ der Tiroler Klubobleute Gebi Mair (Grüne) und Dominik Oberhofer (Neos). Mair sammelt Minuspunkte beim Thema (Frei-)Testen, Oberhofer wird das Anzetteln einer Neiddebatte vorgeworfen. Man sieht: Wer zu schnell „zwitschert“, den bestraft das Leben...

Man muss heutzutage nicht mehr in die Zeitung kommen, um seine Meinung mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen. Man kann sich auch im Internet, auf Twitter oder Facebook anmelden. Die Sozialen Medien sind aber ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann man (fast) alles sagen. Andererseits strafen die Sozialen Medien auch schnell ab – ein so genannter „Shitstorm“ ist schneller ausgelöst, als man „Shitstorm“ sagen kann. Zwei Tiroler Politiker sorgten mit „Tweets“ für Furore.

(Bild: zVg)

Gebi Mair schrieb: „Vielleicht habe ich als schwuler Mann über die Jahre ein anderes Verhältnis zum Testen entwickelt. Ich finde es einfach sinnvoll seinen Infektionsstatus zu kennen auch wenn das keine absolute Sicherheit bietet.“ Damit heizte er eine Diskussion rund ums Freitesten an, welches schon vorher Thema in seinen Tweets war. Die Idee stößt auf viel Widerstand: Zum einen sei ja niemand gegen das Testen, nur gegen das Freitesten. Eines der Hauptargumente war, dass man sich unmöglich für eine ganze Woche Freitesten könne, da der Test nur eine Momentaufnahme sei. Auch der Vergleich zwischen HIV und Corona stößt sauer auf.

(Bild: zVg)

Neos-Obmann Dominik Oberhofer wurde indes billiger Populismus vorgeworfen, als er twitterte: „Laut Rudolf Anschober werden in Österreich Häftlinge vor PädagogInnen geimpft. Das nennt man Impfstrategie und drückt die Wertschätzung der Regierung für Bildung, offene Schulen und tausende LehrerInnen aus.“

Viele drückten daraufhin ihr Unverständnis in den Kommentaren aus und brachten als Gegenargumente, dass Lehrer ja FFP2-Masken haben, Abstand halten können und Distance Learning betreiben. Während Häftlinge auf engsten Raum ohne diese Möglichkeiten untergebracht seien. Auch sei das Leben von Häftlingen genauso schützenswert!

Nadine Isser, Kronen Zeitung

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