03.01.2021 10:51 |

„Datenbereinigung“

Verwirrung um Negativ-Wert bei Corona-Testzahlen

Einer jener Werte, die in der täglichen Berichterstattung über die Entwicklung der Corona-Zahlen in Österreich einfließt, sorgt derzeit für Verwirrung. Die Zahl der im 24-Stunden-Vergleich durchgeführten Corona-Tests wurde seitens des Gesundheitsministeriums nämlich mit Stand Samstag, 9.30 Uhr, plötzlich mit minus (!) 88.935 ausgewiesen. Wie sich auf Nachfrage seitens krone.at herausstellte, dürfte dafür eine unangekündigte Datenbereinigung verantwortlich gewesen sein.

Die Daten, die in dem sogenannten Big Numbers Widget der Austria Presse Agentur (APA) dargestellt sind, umfassen aktive Fälle, Hospitalisierungen, positiv Getestete etc. sowie eben auch die Zahl der täglich durchgeführten Tests. Bereits am Samstag war letztgenannter Wert im 24-Stunden-Vergleich deutlich ins Negative gesprungen, was eigentlich nicht möglich sein dürfte. Das sorgte auch bei den Lesern für Verwirrung.

„Datenbereinigung erforderlich“
„Dass wir heute negative Testzahlen haben, liegt an einer Datenbereinigung, von der offenbar vor allem Wien betroffen ist“, hieß es in einem Statement seitens der APA. Offenbar hatte das Gesundheitsministerium eine unangekündigte Datenbereinigung durchgeführt. Auf der Behördenwebsite steht dazu im Kleingedruckten: „Aufgrund der heute (Samstag, Anm.) erstmals getrennten Darstellung der Anzahl an Antigen-Testungen und PCR-Testungen in nunmehr allen Bundesländern ist mit heutigem Tag eine Datenbereinigung erforderlich.“

Plötzlicher Abzug alle Antigen-Tests aus Statistik
Rund um Weihnachten war seitens der Behörden veranlasst worden, PCR-Tests und Antigen-Tests getrennt auszuweisen. Allem Anschein nach wird nun aber vom Gesundheitsministerium nur noch die Zahl der täglichen PCR-Tests veröffentlicht. „Wenn von den bisherigen Tests alle Antigen-Tests abgezogen werden, dann führt das natürlich zu einem massiven Rückgang der Testzahlen“, hieß es seitens der Nachrichtenagentur.

Man rechne damit, dass sich das Problem am Sonntag wieder einpendeln dürfte. Dann sollten wieder „ausreichend korrekte Vergleichszahlen verfügbar sein“, hieß es.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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