Ach, übrigens...

Die Sache mit dem Fußball und den drei Königen

Vorarlberg
03.01.2021 08:26

„Krone Vorarlberg“-Kolumnist Harald Petermichl versucht zum Start ins neue Jahr die Verbindungen zwischen drei Königen, dem Skispringen in Bischofshofen und dem Fußball herzustellen. Ein Versuch, der schließlich bei zwei Appartschiks im Schweizer Wallis endet...

Viel gibt die Begriffspaarung „Fußball“ und „Drei Könige“ nicht her, denn sofort denkt man bei den drei Edelmetall- und Harzhändlern an den Abschluss eines viertägigen Wintersport-Events in einer Hochburg der Sozialdemokratie im Pongau, bei dem deutsche Sportreporter seit mittlerweile fast zwanzig Jahren erfolglos versuchen, einen deutschen Gesamtsieger herbeizuplaudern, was zum Glück durch die sachkundigen Einlassungen des gebürtigen Bezauer Co-Kommentators Mag. Anton Innauer zumindest an zwei von vier Tagen deutlich erträglicher gestaltet wird. Dass dieser laut seiner Website zusammen mit seiner Frau „Mag. Marlene“ mit „Lisa 85, Jakob 88, Mario 90“ drei (überraschend hochbetagte) Kinder hat, lässt vermuten, es könne in diesem Jahr eine komplette Sternsingergruppe aus dem Hause Innauer geben, die, nachdem die beliebte Türstockbekreidung als „unaufschiebbare berufliche Tätigkeit“ im Sinne der aktuellen Covid-Verordnung gilt, die Bevölkerung von Thaur in Tirol erfreuen könnte.

Diese drei Könige haben mit Fußball genauso viel zu tun, wie Deutschland in den letzten 19 Jahren mit dem Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee. (Bild: Klemens Fellner)
Diese drei Könige haben mit Fußball genauso viel zu tun, wie Deutschland in den letzten 19 Jahren mit dem Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee.

Hat nun mit Fußball (sag’ ich doch) gar nichts zu tun und über den Fußballverein „Three Kings United“ aus dem neuseeländischen Auckland, wurde an ähnlicher Stelle schon vor Jahren berichtet. Was sich im Nachhinein auch gelohnt hat, denn meine höflich-cholerische Anmerkung vom 4. Jänner 2015, man würde „beim Versuch, die Vereins-Website zu besuchen, eine lästige ,404 Not Found’-Fehlermeldung“ erhalten, ist längst Geschichte und es präsentiert sich heute ein ansehnlicher Internetauftritt, der sogar die Möglichkeit bietet, sich die „Three Kings United Club App“ auf sein Smartphone zu laden, um nie wieder etwas davon zu verpassen, was beim größten Club Neuseelands gerade so läuft.

Es gibt aber tatsächlich eine wirklich gute Dreikönigsnachricht: Jenseits des Kanals ist an Allerheiligen 2020 ein Film mit dem Titel „The Three Kings“ herausgekommen, der sich, wie der Untertitel „The Makers of Modern Football“ erahnen lässt, nicht mit Gold, Weihrauch und Myrrhe befasst, sondern mit Matt Busby, Bill Shankley und Jock Stein, also mit drei ganz Großen des Fußballs. Obwohl man sie von ihren Erfolgen in Manchester, Liverpool und Glasgow kennt, verbindet die drei Könige geografisch so manches: Sie sind allesamt Schotten und ihre Geburtsorte sind jeweils gerade mal eine Autostunde voneinander entfernt. Das ist bei Blatter und Infantino zwar ähnlich (die Distanz ist sogar noch kürzer), aber das ist dann wirklich das Einzige, was die drei schottischen Gentlemen mit den Walliser Apparatschiks gemeinsam haben.

Harald Petermichl

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