Mit dem seit 2001 amtierenden Edlinger, für den es keinen Gegenkandidaten gab, wurden auch die restlichen Präsidiumsmitglieder bestätigt, neu ins Führungsgremium gewählt wurde der Autohändler Josef Kamper. Auch die Vorschläge für den Vorstand und das Kuratorium wurden klar angenommen.
Derzeit keine finanziellen Sorgen
Die finanziellen Sorgen halten sich bei Rapid jedenfalls in Grenzen - im Moment, denn auch künftig geht der Verein pro Jahr ein Risiko von über zwei Millionen Euro ein, das durch Sondereinnahmen eingespielt werden muss. In den Saisonen 2007/08 und 2008/09 wurde jeweils ein Gewinn von 400.000 Euro erwirtschaftet, im vergangenen Spieljahr blieb ein Reinerlös von 4,1 Millionen Euro in der Kassa, weshalb das negative Eigenkapital von über vier Millionen Euro vom 30. Juni 2007 beseitigt ist.
Dennoch zeigten sich viele der knapp 1.000 erschienenen Mitglieder in der Wiener Stadthalle mit den wirtschaftlichen Aktivitäten des Vereins in der vergangenen Periode nicht zufrieden. In teilweise emotionalen Diskussionen wurde kritisiert, dass etwa für Spielerkäufe in der Saison 2009/10 3,8 Millionen Euro verbucht wurden.
4,9 Millionen Euro Plus bei den Transfers
Sportdirektor Alfred Hörtnagl erklärte dies mit dem Erwerb von Hamdi Salihi, Nikica Jelavic, Atdhe Nuhiu, Ragnvald Soma und teilweise noch von Stefan Maierhofer, mit Manager-Provisionen sowie vertraglich verpflichtenden Zahlungen an dritte Klubs. Als Netto-Erlös aus Transfers kassierte Rapid in den vergangenen drei Jahren trotz der Abgänge von Ümit Korkmaz, Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer nur 4,9 Millionen Euro.
Fehlt Hofmann auch im Derby?
Im Rahmen der Hauptversammlung wurde auch bekannt, dass Rapid noch länger auf Steffen Hofmann verzichten muss. Der Kapitän laboriert an einer durch eine Schambeinentzündung ausgelösten Adduktorenverletzung und kann frühestens in einer Woche mit dem Lauftraining beginnen. "Für das Derby (Anm.: am 28. November im Horr-Stadion gegen die Austria) wird es sich eher nicht ausgehen", meinte der Deutsche.
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