Die weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz liegenden Hartberger starteten nach zuletzt drei Siegen in Folge mit viel Rückenwind in die Partie und gingen auch schell in Führung. Nach einer Freistoßflanke von Adilovic war der aufgerückte Zivny per Kopf zur Stelle (10.). Die Gäste schlugen in einer ausgeglichenen Partie aber schnell zurück und das auf ähnliche Art. Nach einem Eckball von Scherrer trug sich mit Simma auch ein Altacher Abwehrspieler in die Schützenliste ein (30.).
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen und vieles deutete auf ein Remis hin, ehe der US-Amerikaner Gatt (79.) mit einem Abstaubertor noch für den Auswärtssieg sorgte. Die Hartberger haben damit nach wie vor in sechs Spielen noch nie gegen die Altacher gewonnen, in der laufenden Saison konnten sie nach dem 0:4 und 0:2 diesmal zumindest ein Tor erzielen. Am kommenden Freitag (20.30 Uhr) kommt es nun in Altach zum absoluten Topspiel gegen die Admira.
Admira Wacker - WAC/St. Andrä 0:1
Bereits am Freitag hatte Tabellenführer Admira Wacker - erstmals in der Ära von Trainer Dietmar Kühbauer - eine gegen aufsteiger WAC/St. Andrä eine 0:1-Heimniederlage einstecken müssen.
Vor 1.200 Zuschauern startete das Spiel mit einem Aufreger. Palla tackelte als letzter Mann den durchbrechenden Falk, Schiedsrichter Ruiss zückte sofort die Rote Karte für den Admiraner. Die erst in der Vorwoche ebenfalls gegen den WAC zu Hause 2:0 erfolgreichen Niederösterreicher verlegten sich danach völlig auf den Konter. Die Kärntner wollten und konnten in einer meist unansehnlichen Partie aber das Spiel nicht selbst in die Hand nehmen.
Erst nach Seitenwechsel ergaben sich für beide Seiten Chancen. Stückler (63.) und Falk (65.) vergaben ebensolche für die Gäste, bei der Admira tauchte Torjäger Sulimani (51.) gefährlich vor dem Gehäuse auf. Ein Zusammenspiel zwischen Zakany und dem eingewechselten Reich bescherte dem Aufsteiger schließlich das Goldtor (88.). Der Mittelfeldspieler traf aus kurzer Distanz durch die Beine von Admira-Goalie Berger. Im Finish stürmte mit einem Mann weniger die Admira, Morgenthaler scheiterte aber an WAC-Schlussmann Dobnik (93.).
Vienna - FC Lustenau 1:1
Die ersten 45 Minuten boten sehr wenig, beide Teams agierten vorsichtig. Die Vienna hatte etwas mehr Spielanteile, Lustenau verlegte sich aufs Kontern, blieb dabei jedoch harmlos. Unmittelbar nach Wiederanpfiff zeigten sich die Gäste dann aber eiskalt. Erbek bewies bei einem weiten Pass Gefühl und Überblick, Schöpf nutzte die Chance und stellte auf 1:0 (48.).
Damit schien die schwache Partie entschieden, doch ein Elfmeter rettete den Gastgebern noch einen Punkt. Nach umstrittenem Handspiel von Eisele trat Djokic an und traf souverän ins linke Eck (86.). Die Lustenauer sind damit in dieser Saison gegen die Vienna weiter sieglos, die ersten beiden Saisonduelle hatte man glatt 0:4 und 1:4 verloren.
Gratkorn - St. Pölten 2:2
Nach einem Fehler von Dubravko Tesevic brachte Lukas Thürauer sein Team bei seinem Comeback in der Start-Elf bereits in der 9. Minute voran. Doch das Heimteam ließ sich vom Rückstand nicht beirren. Nachdem Bernd Bernsteiner (30.) das 1:1 erzielt hatte, bewies Tesevic wieder Nervenstärke. Nach einem Foul des für den verletzten Riegler eingewechselten SKN-Schlussmanns Vollnhofer an Zündel verwertete der Linksverteidiger auch seinen sechsten Elfmeter in der laufenden Saison (42.).
Die in dieser Saison bereits 5:1 in Gratkorn erfolgreichen St. Pöltner legten nach dem Pausenrückstand in der zweiten Spielhälfte zu. Michael Wojtanowicz (59.) besorgte aus kurzer Distanz auch rasch den Ausgleich. Die Elf von Trainer Martin Scherb war in einem umkämpften Spiel mit zehn Gelben Karten auch danach dem Siegestreffer näher: Gratkorns Sauseng traf bei einem Rettungsversuch die Stange des eigenen Tores (81.).
Austria Lustenau - Grödig 2:1
Lustenau tat sich schwer, trotz optischer Überlegenheit sprangen keine Torchancen für die Hausherren heraus. Grödig war hingegen durch einen Drechsel-Freistoß gefährlich (5.) und ging nach einer halben Stunde in Führung. Nach Flanke von Freudenthaler traf Hattenberger per Kopf. Für den langjährigen Bundesliga-Kicker war es der erste Treffer in der zweithöchsten Spielklasse seit sechs Jahren, damals war der Mittelfeldspieler noch für Wörgl aktiv.
Die Lustenau-Fans mussten eine Stunde warten, bis ihrem Team durch Boller der erste Schuss aufs Tor von Grödig-Tormann Eisl gelang (60.). Mit Hängen und Würgen kamen die Lustenauer zum Ausgleich, nach Flanke von Boller segelte ein Roth-Kopfball in hohem Bogen ins Grödiger Tor (78.). Ein echter Glückstreffer stellte dann sogar noch den Heimsieg sicher: Verteidiger Karner schoss beim Rettungsversuch Egharevba an, vom Fuß des zur Pause eingewechselten Stürmers landete der Ball im Tor (86.).
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