16.12.2020 14:34 |

Ab Donnerstag in Kraft

Weihnachten: Verschärfung mit zwei Tagen Atempause

Mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und SPÖ ist am Mittwoch im Nationalrat die Corona-„Weihnachtsverordnung“ beschlossen worden. Diese bringt Zuckerbrot und Peitsche: Vieles wird verschärft, dafür werden etwa Zoo-Besuche ab 24. Dezember ermöglicht. Bei privaten Feiern am 24. und 25. Dezember dürfen zehn Personen zusammenkommen, hier gebe es keine Abstands- und Maskenpflicht, hieß es vom Gesundheitsministerium. Das gelte auch für den „erweiterten privaten Wohnbereich“ wie etwa Scheunen oder Garagen.

Es gibt aber auch zahlreiche kleinere und größere Verschärfungen: Um vor Infektionen in Alters- und Pflegeheimen zu schützen, ist ab 18. Dezember das Tragen von FFP2-Schutzmasken für alle Mitarbeiter vorgeschrieben. Besucher müssen ebenfalls eine FFP2-Maske tragen und ein aktuelles negatives Covid-19-Testergebnis haben. Mitarbeiter werden zweimal pro Woche - derzeit einmal - getestet. Heimbetreiber müssen für die Bewohner zweimal pro Woche einen Test zur Verfügung stellen. Für Personen, die in den vergangenen drei Monaten nachweislich wegen einer Covid-19-Infektion in Quarantäne waren, besteht keine Testverpflichtung.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz, Einschränkungen beim Skifahren
Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen wird zur Pflicht. Skilifte sperren am 24. Dezember auf, Gondeln dürfen dabei nur zu 50 Prozent ausgelastet sein. Ebenfalls ab diesem Tag dürfen Zoos und botanische Gärten besucht werden. Neu ist laut Ministerium, dass auch Museen, Ausstellungshäuser, Bibliotheken, Archive und Zoos ein Präventionskonzept haben müssen.

Silvesterregeln folgen nächste Woche
In einem zusätzlichen Erlass werden die Bundesländer angewiesen, eine MNS-Verpflichtung für stark frequentierte öffentliche Orte im Freien wie etwa Einkaufsstraßen zu schaffen. Die Bezirksbehörden müssen derartige Orte deutlich kennzeichnen, hieß es. Die nunmehr dritte Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung tritt mit 17. Dezember in Kraft und gilt bis 26. Dezember. Am kommenden Dienstag wird der Hauptausschuss erneut zusammenkommen, um etwa die Regelungen für Silvester zu diskutieren.

WHO rät zu Weihnachts-Masken, auch wenn es sich „merkwürdig“ anfühlt
Die Weltgesundheitsorganisation rät unterdessen zum Tagen von Masken bei weihnachtlichen Familientreffen, um Corona-Infektionen zu verhindern. „Dies trägt wesentlich dazu bei, dass alle sicher und gesund bleiben“, so die WHO am Mittwoch. Sie räumte ein, dass es sich sicher merkwürdig anfühlen werde, in der Gesellschaft von Familienmitgliedern eine Maske zu tragen, aber: „Es besteht ein hohes Risiko eines erneuten Anstiegs in den ersten Wochen und Monaten des Jahres 2021. Wir werden zusammenarbeiten müssen, wenn wir dies erfolgreich verhindern wollen.“

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