Tränen am Dachstein:

Der Hallstätter Gletscher rinnt immer weiter davon

Gletscherforscherpionier Friedrich Simony (aktiv von 1840 bis 1870) würde weinen: Am Dachstein rinnt der Hallstätter Gletscher davon, hat allein seit 2007 etwa 15 Prozent seiner Fläche verloren. Anlass für Landesrat Stefan Kaineder (Grüne), anhand dieses geologischen „Fieberthermometers“ für Klimaschutz zu trommeln.

2020 ist eines derdrei wärmsten Jahre weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Europa sind die ersten zehn Monate überhaupt die heißesten seit Messbeginn. Und am Dachstein gehen Flächen- und Massenverlust weiter: 3,8 Millionen Kubikmeter Wasser rannen per Saldo (Zufuhr durch Schneefall minus Abschmelzen durch überhöhte Temperaturen vor allem im August und September) davon.

Eisdecke schrumpfte um 15 Prozent
Das entspricht einem mittleren Eisdeckenverlust von rund 1,3 Meter im „Massenhaushaltsjahr“ 2019/20 und einem Flächenverlust von 15 Prozent seit dem Jahr 2006, seit dem das aktuelle Gletscherforschungsprogramm läuft. Nähere Infos darüber finden Sie hier.

Gletscher ist wichtiges Reservoir
Das Problem ist, dass es nicht nur eine Frage des Landschaftsbildes ist, wie groß der Hallstätter Gletscher ist und bleibt:„Er ist auch für Tourismus, Wasserkraftnutzung und als Trinkwasserspeicher relevant“, sagt Landesrat Kaineder, der heuer schon mit Klimaministerin Leonore Gewessler oben am Dachstein war: „Was wir brauchen und was jetzt auch mit ersten Meilensteinen realisiert wird, sind Maßnahmen und Investitionen in den Klimaschutz.“ Denn bisher wächst der CO2-Aussstoß in Österreich munter weiter…

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Dienstag, 19. Jänner 2021
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