ÖFB-Cup

Ried gewinnt Derby – Lustenau nach Elferkrimi weiter

Fußball
09.11.2010 22:16
Bundesliga-Spitzenreiter Ried ist auch im Cup obenauf. Mit einem 1:0-Erfolg beim Liga-Schlusslicht LASK schossen sich die Innviertler am Dienstagabend dank Nacho (36.) ins Viertelfinale und verlängerten damit die Talfahrt der Linzer. Die Partie ging als einzige nicht in die Verlängerung. Kapfenberg (2:0 gegen FC Lustenau) und Vienna (2:1 gegen Altach) mussten "nachsitzen", die Austria Lustenau konnte den SV Grödig erst im Elferschießen (5:4) bezwingen.

Ried reichte vor nur rund 2.000 Zuschauern auf der Linzer Gugl eine bescheidene Offensivleistung, um die in der Krise befindlichen Hausherren in Schach zu halten. Nacho, der schon in der 22. Minute nach einer umstrittenen Entscheidung per Elfmeter an Mandl gescheitert war, machte seinen Schnitzer rund eine Viertelstunde später wieder gut, traf nach einem Eckball aus 18 Metern und ließ den Linzer Schlussmann dabei nicht gut aussehen (36.).

Die verunsicherten Gastgeber hatten einer konzentrierten Defensive wenig entgegenzusetzen, Chancen erwiesen sich auf beiden Seiten als Mangelware. Ein zu schwacher Kopfball von Solostürmer Mayrleb (56.) sowie Schüsse von Sobkova (83.) und Kogler (90.) blieben die magere Ausbeute. 

Zittersieg für Kapfenberg
Kapfenberg mühte sich im heimischen Franz-Fekete Stadion gegen den FC Lustenau 96 Minuten, ehe Rene Pitter (97.) und Deni Alar (102.) die entscheidenden Tore erzielten. Der eingewechselte Pitter brach mit einem platzierten Schuss ins lange Eck den Torbann, Alar sorgte vor nur rund 500 Zuschauern für die Entscheidung. Für den in voller Stärke agierenden Bundesligisten war der Erfolg ein wenig glücklich: Die in der Ersten Liga engagierten Vorarlberger hatten zuvor die besseren Chancen vorzuweisen.

Auf aufgrund des Regens rutschigem Boden fälschte Kapfenbergs Kocin einen Weitschuss von Erbek zunächst an die Latte ab (27.), Seeger vergab in der zweiten Spielhälfte zwei weitere gute Möglichkeiten (62., 67.). Die Elf von Trainer Werner Gregoritsch war in der regulären Spielzeit nur durch zwei Weitschüsse von Alar (12., 22.) gefährlich geworden. Nach der Führung für die steirischen "Falken" konnten die Gäste nicht mehr zusetzen.

Siege für Vienna und Austria Lustenau
In den reinen Erstliga-Duellen behielt die Vienna gegen SCR Altach sowie Austria Lustenau gegen den SV Grödig die Oberhand. Die Wiener, die beide bisherigen Saison-Matches gegen die Vorarlberger verloren hatten, kamen dank des Siegestreffers von Rade Djokic (93.) mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung vor 800 Zuschauern auf der Hohen Warte weiter. Altach präsentierte sich nur in wenigen Phasen der Verlängerung wie ein Aufstiegskandidat ins Oberhaus, so durfte sich das kämpferisch starke Liga-Schlusslicht Vienna über einen verdienten Erfolg freuen. Altach war durch Unverdorben (34.) in Führung gegangen, musste allerdings durch Hosiner (61.) den Ausgleich hinnehmen.

Die Lustenauer Austria setzte sich vor eigenem Publikum im spielerisch schwachen Duell mit Grödig nach torloser regulärer Spielzeit und Verlängerung erst im Elfmeterschießen (5:4) durch. Den entscheidenden Elfer verschoss im letzten Versuch der Spanier Jonathan. Davor hatten 700 Zuschauer im Reichshofstadion eine dürftige Partie erlebt, der auch die spielerisch etwas besseren Hausherren keine entscheidende Note mitgeben konnten.

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