05.11.2020 16:39 |

Zahlen gehen zurück

Corona-Lage in Madrid und Barcelona entspannt sich

Auch wenn die Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus trotz strikter Maßnahmen mit einer Siebentageinzidenz von 236 immer noch hoch ist, hat sich die Lage in den spanischen Corona-Hotspots Madrid und Barcelona zuletzt zunehmend entspannt. Madrid, das lange die mit Abstand meisten Neuinfektionen aufwies, konnte seine Werte in den letzten Wochen gar halbieren.

Während Österreich im Siebentagesschnitt derzeit 408 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufweist, ging die Zahl in Spanien von rund 400 auf nur noch 235 zurück, schrieb die spanische Zeitung „La Vanguardia“ am Donnerstag.

Infektionsgeschehen nimmt ab
Auch in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona konnte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen von bis zu 6000 vor zwei Wochen leicht auf nun um die 5000 reduziert werden. Zudem sei die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, am Mittwoch erstmals unter 1 gesunken. Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Ausgangssperren zeigten Wirkung
In beiden Städten werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aber weiter aufrechterhalten. In Madrid bleiben 40 Gebiete mit besonders hohen Infektionszahlen abgesperrt und in Barcelona gilt weiterhin wie in ganz Katalonien eine nächtliche Ausgangssperre. Dort sind zudem alle Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessclubs auch tagsüber geschlossen. Wie in anderen Teilen des Landes ist die Zahl der Teilnehmer an Treffen auch im privaten Bereich stark beschränkt.

Spanien schwer betroffen
Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich dort 1,28 Millionen Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 38.000 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind heftiger als in vielen anderen Ländern.

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