Maler Franz Gertsch

Großformate im Lentos benötigen Spezialbehandlung

Jedes Bild ist Millionen wert: Die Aufbauarbeiten für die von der „Krone“ präsentierte Ausstellung „Franz Gertsch. Die Siebziger“ im Lentos in Linz sind in vollem Gange. Wichtig bei der Handhabung der wertvollen Großformate sind Expertenwissen, Genauigkeit und Gefühl. Die „Krone“ war bei den Vorbereitungen dabei.

Mit einer speziellen Lampe sucht Restaurator Andreas Strohhammer im Lentos jeden Zentimeter der riesigen fotorealistischen Bilder des Schweizer Künstlers Franz Gertsch ab: „Es muss kontrolliert werden, wo es Schäden gibt, wann sie passiert sind. Das wird in einem Protokoll festgehalten.“ Strohhammer ist für Ausstellungsproduktionen zuständig und kümmert sich derzeit um den Aufbau der Ausstellung „Franz Gertsch. Die Siebziger“, die anlässlich des 90. Geburtstags des Malers gezeigt wird.

Größe der Exponate ist Herausforderung
Eine besondere Herausforderung sind die Werke des Schweizer Künstlers, weil sie meist sehr großformatig sind: „Wir brauchten große, 500 Kilo schwere klimatisierte Kisten für den aufrechten Transport, aber manche Arbeiten sind vier Mal sechs Meter groß, so dass sie nicht einmal mehr in einen Lkw passen. Diese Bilder mussten zusammengerollt werden, was besonders viele Strapazen für die Werke bedeutet. Wir mussten sie dann erst hier im Lentos wieder aufspannen.“

Besondere Klimabedingungen
Nach der Anlieferung unter vom Leihgeber festgelegten Klimabedingungen - 50 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit, 18 bis 22 Grad - mussten sich die Werke noch einige Zeit akklimatisieren, bevor sie ausgepackt und aufgehängt wurden: „Dazu muss man erst Höhe und Platzierung bestimmen, hier gibt es auch Vorgaben des Künstlers. Franz Gertsch möchte, dass seine Bilder sehr niedrig hängen“, so Kuratorin Elisabeth Nowak-Thaller. Die im Vorhinein den Plan zur Hängung der Bilder machte: „Aber manchmal sieht man dann vor Ort, dass es doch nicht funktioniert und macht Korrekturen.“

Bilder kommen aus der Schweiz
Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Übernahme vom Museum Franz Gertsch in der Schweiz, die sich coronabedingt um ein Monat nach hinten verschoben hat. Nicht nur das bedeutete für Nowak-Thaller viel Arbeit: „Die Ausstellungsräume im Lentos sind viel größer als jene in den ursprünglichen Räumlichkeiten, da musste das Raumkonzept adaptiert werden, wir zeigen auch einige Bilder, die dort nicht zu sehen waren.“

Langwieriger Aufbau
Insgesamt dauert der Ausstellungsaufbau rund eine Woche – ab Freitag, den 30.…Oktober, sind die beeindruckenden fotorealistischen Großformate der 70er-Jahre dann im Lentos in Linz zu bewundern. Auch einen Katalog wird es geben.

Jasmin Gaderer

Jasmin Gaderer
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Samstag, 28. November 2020
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