AMS-OÖ-Chef:

„Die Betriebe und die Menschen sind verunsichert“

Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zur Vorwoche um 239 zurück, für 8247 Oberösterreicher wurde erneut Kurzarbeit beantragt - „die Arbeitslosigkeit ist aktuell rückläufig, wir wissen aber nicht, wie lange noch“, sagt Gerhard Straßer, Chef des AMS OÖ, dem die wachsende Unsicherheit zu schaffen macht.

38.160 Oberösterreicher waren diese Woche beim Arbeitsmarktservice arbeitslos gemeldet. „Derzeit haben wir noch eine fallende Tendenz“, sagt Gerhard Straßer, der sich mit seinen Mitarbeitern auf eine Trendumkehr eingestellt hat. Größtes Fragezeichen aktuell: Wie viele der Betriebe, die die Kurzarbeit mit September beendet haben, trennen sich nach der einmonatigen Behaltepflicht nun von Beschäftigten? „Wir erwarten hier keine große Welle, aber womöglich doch eine größere Anzahl von einzelnen Freistellungen bei kleinen und mittelgroßen Betrieben“, sinniert Straßer.

Langzeitarbeitslosigkeit dauert länger
Die steigende Zahl an Infektionen, die Registrierungspflicht in der Gastronomie - das alles geht auch am Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Oberösterreich nicht spurlos vorbei. „Die Betriebe sind verunsichert, die Menschen auch - egal, ob sie in Kurzarbeit oder ohne Job sind“, so Straßer. Für Menschen ohne Job sei die psychische Belastung aktuell enorm, auch für die Familien der Betroffenen ist es alles anderes als einfach. Bei Langzeitarbeitlosen sei die Situation noch prekärer. „Hier hat sich der Zeitraum ohne Arbeitsplatz verlängert“, sagt der AMS-Chef.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Sonntag, 29. November 2020
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