20.10.2020 15:08 |

Anschober bekräftigt:

„Es gibt keine Corona-Kontrollen im Privatbereich“

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und ÖVP-Klubobmann August Wöginger haben am Dienstag bekräftigt, im nicht-öffentlichen Raum keine Corona-Nachschau halten zu wollen. „Wir haben kein Interesse daran, im Privatbereich irgendwelche Kontrollen durchzuführen“, betonte Anschober in einer Pressekonferenz zur Pflegereform.

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„Die wird es nicht geben, gleichgültig, ob es rechtlich möglich wäre oder nicht“, so Anschober, der auf entsprechende Juristenaussagen angesprochen wurde. Die hausinternen Experten seien der Ansicht, dass dies nicht möglich sei. „Ich glaube auch, dass es auch politisch wichtig ist, den Privatbereich privat zu belassen“, so der Minister. Wöginger meinte, man appelliere lieber an die Eigenverantwortung der Menschen.

Sechs-Personen-Grenze auch im Privatbereich
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte bereits am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte, dass die Polizei in den Wohnzimmern der Österreicher keine Handhabe habe, aber appellierte, man möge sich „dringend“ an die Sechs-Personen-Grenze, die auch im Privatbereich gilt, halten.

Keine Kritik am Chef des Roten Kreuzes
Für Gerry Foitik, dem Bundesrettungskommandanten des Roten Kreuzes, gab es von Anschober keine Kritik, sondern Lob. Dessen Ideen zu einem Verzicht auf Tests bei K(ontakt)1-Personen unterstützte er aber nicht, denn für die Betroffenen habe es sehr wohl einen Mehrwert, zu wissen, ob er Corona-positiv sei oder nicht.

Foitik habe dies nicht vertreten, um zu anderen Zahlen zu kommen, zeigte sich der Gesundheitsminister überzeugt. Er würde sich bei den Berechnungen jedenfalls europäische Standards und damit eine bessere Vergleichbarkeit wünschen.

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