Milliarden-Sparkurs

Manager raus, Geld rein: VW baut Massenmarken um

Motor
21.01.2026 17:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nur weil der VW-Konzern einerseits nun schon seit geraumer Zeit kräftig spart und andererseits endlich in die Spur gekommen ist, was die Einführung neuer Modelle betrifft, heißt das noch lange nicht, dass der Rotstift schon leer geschrieben ist. Jetzt geht’s ans Eingemachte.

Der VW-Konzern baut seine Massenmarken um und will damit in den kommenden Jahren viel Geld in der Produktion einsparen. Die Neuordnung in der Organisation führe allein im Produktionsbereich zu Einsparmöglichkeiten von zusammengenommen einer Milliarde Euro bis 2030, teilten die Wolfsburger mit.

So sollen die Zentralbereiche Produktion, Technische Entwicklung und Einkauf in einem gemeinsamen markenübergreifenden Markengruppenvorstand gebündelt werden.

Weniger Manager – mehr Geld
Damit einher geht auch eine deutliche Reduzierung der bisherigen Vorstandsposten in den Marken der Gruppe. Zuvor hatte die Branchenzeitung „Automobilwoche“ darüber berichtet. Die einzelnen Marken Skoda, Seat/Cupra und die Lieferwagensparte VW Nutzfahrzeuge (VWN) werden von jeweils nur noch vier regulären Vorständen geführt. Das neue Steuerungsmodell senke die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder in der Markengruppe um etwa ein Drittel, hieß es. Mittelfristig würden die Managementstrukturen weiter verschlankt.

Umsetzung bis zum Sommer
„Der neue Markengruppenvorstand bringt mehr Schnelligkeit und Steuerung im Sinne des markenübergreifenden Optimums“, sagte VW-Pkw-Chef Thomas Schäfer, der auch die gesamte Massenmarkengruppe leitet. „Die neue Governance reduziert Kosten und Strukturen – und erhöht gleichzeitig unser Effizienzniveau.“ Das neue Steuerungsmodell startet in diesem Jänner und soll bis zum Sommer vollständig umgesetzt sein.

Europas größter Autobauer hatte den Umbau seiner Massenmarken unter anderem mit einem großen Sparprogramm bei der chronisch renditeschwachen Kernmarke VW lanciert. Als Teil der Bestrebungen von Konzernchef Oliver Blume werden in Deutschland bei VW 35.000 Arbeitsplätze bis 2030 abgebaut.

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