Chaos verhindern

US-Wahl-Duell: Mikros werden stumm geschaltet

Ausland
20.10.2020 08:05

Nach dem chaotischen ersten TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden werden die Regeln für ihr nächstes Zusammentreffen angepasst. Teilweise soll das Mikrofon eines Kandidaten stumm geschaltet werden, während der andere spricht, wie die zuständige unabhängige Kommission (CPD) am Montagabend mitteilte.

Zu jedem neuen Themenkomplex dürfen Trump und Biden bei der Debatte am Donnerstag (Freitagmorgen MESZ) wie gehabt jeweils zwei Minuten Stellung nehmen, aber dabei wird jetzt nur das Mikrofon des Kandidaten eingeschaltet sein, dem der Moderator das Wort erteilt. Für den Großteil des TV-Duells werden aber weiterhin beide Mikrofone eingeschaltet bleiben, um einen Austausch der Ideen zu gewährleisten, wie die Kommission erklärte.

Man hoffe, dass die Kandidaten dabei die Sprechzeit ihres Gegenübers respektieren würden, „um zum Vorteil der Zuschauer einen zivilen Austausch zu fördern“, hieß es weiter. Beide Kandidaten sollten in der Summe etwa auf die gleiche Sprechzeit kommen. Falls ein Kandidat durch Unterbrechungen Zeit verliere, würde dieser jene Zeit extra gutgeschrieben bekommen, so die Kommission.

(Bild: APA/Getty Images via AFP/GETTY IMAGES/Sarah Silbiger)

Chaotische Szenen vom letzten Duell sollen ausbleiben
Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte, der Präsident werde trotz der „Regeländerung in letzter Minute“ an dem TV-Duell teilnehmen. Er warf der unabhängigen Kommission vor, parteiisch zu sein. In der ersten Debatte Ende September hatte Trump Biden sehr häufig unterbrochen, was zu teils chaotischen Szenen führte. Auch Biden unterbrach Trump mehrfach, der Moderator schien teils hilflos.

Ursprünglich waren drei TV-Duelle zwischen Trump und Biden geplant gewesen. Das zweite wurde jedoch abgesagt: Die Kommission hatte wegen Trumps Covid-19-Erkrankung das Format geändert und wollte die Kandidaten anstatt einer persönlichen Begegnung online zusammenschalten. Trump lehnte das ab.

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