13.10.2020 20:11 |

Wegen Corona

Salzburg will Zahl an Veranstaltungen reduzieren

Die Stadt Salzburg will die Zahl an Veranstaltungen reduzieren. Aufgrund der nach wie vor hohen Covid-19-Zahlen - mit heute Mittag verzeichnete die Landeshauptstadt 130 aktiv Infizierte oder eine 7-Tage-Inzidenz von 65 pro 100.000 Einwohner - wird die Gangart verschärft, hieß es in einer Aussendung am Dienstag. Betroffen sind dabei der Jahreszeit geschuldet vor allem Kulturveranstaltungen und Weihnachtsmärkte.

„Ich kann sagen, dass aus heutiger Sicht neben dem Christkindlmarkt mit seinem hochprofessionellen Covid-Konzept keine zusätzlichen Verkaufsstände im Umfeld genehmigungsfähig sein werden“, teilte Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) nach einem Treffen mit der Epidemiebehörde mit. Einzig der ganz klar abgegrenzte Christkindlmarkt mit Einbahnregelung für die Besucher und entsprechenden Kontrollen sei machbar.

Von Behördenseite hieß es, zu den sonst üblichen Weihnachtsmärkten vor dem Schloss Mirabell und auf der Festung lägen noch keine Ansuchen vor. Der Hellbrunner Adventzauber sei hingegen vom Veranstalter bereits abgesagt worden. Auch der Christkindlmarkt der caritativen Organisationen am Alten Markt werde heuer nicht stattfinden.

Indoor-Veranstaltungen könnten hingegen nur sehr kurzfristig genehmigt oder eben versagt werden. Es gebe dafür auch viele Covid-Konzepte, die nicht funktionierten. „Ich appelliere an alle potenziellen Organisatoren, intensiv darüber nachzudenken, ob sie in der jetzigen Lage wirklich Veranstaltungen durchführen wollen“, betonte Preuner.

„Geht es um bereits genehmigte Veranstaltungen, ändert sich zunächst einmal nichts“, erklärte Christoph Margesin von der städtischen Gesundheitsbehörde. Das gelte allerdings nur, solange sich die Lage epidemiologisch nicht dramatisch eintrübe. „Wir orientieren uns hier an der Corona-Ampel des Bundes und den Vorgaben des Landes. Die Stadt geht hier keinen Sonderweg. Wir wollen die Veranstaltungsszene so funktionell wie möglich halten.“

Margesin empfiehlt kleinen Veranstaltern, derzeit so kurzfristig wie möglich zu planen. „Zwei Wochen vor einem Termin ist meist absehbar, ob eine realistische Chance auf eine Durchführung besteht.“ Große Veranstalter müssten hingegen mit dem Risiko einer weiteren Zunahme des Infektionsgeschehens leben.

Auf Nachfrage, ob tatsächlich so viele Covid-Konzepte nicht funktionieren, sagte Margesin: „Die Sicherheitskonzepte, die wir bekommen, sind nicht schlecht. Aber es gibt mitunter Probleme in der Umsetzung.“ Das sei aber weniger den Veranstaltern geschuldet, als vielmehr der fehlenden Disziplin einzelner Besucher.

Beim Erstellung des Sicherheitskonzepts für den Christkindlmarkt habe man Epidemie-Experten mit an Bord gehabt, um das Risiko einzuschätzen und viel Hirnschmalz investiert. „Diese Ressourcen hat natürlich nicht jeder Veranstalter. Aber das ist auch nicht notwendig. Ein kleineres Theater hat ja auch nicht so viele Besucher wie der Christkindlmarkt“, sagte Margesin. Faktum sei, dass die Hauptlast der Maßnahmen derzeit aber bei der Bevölkerung liege. „Je mehr Menschen sich daran halten, desto besser.“ Ziel sei auf jeden Fall, alle Veranstaltungen, die möglich sind, möglichst risikofrei über die Bühne zu bekommen.

 Salzburg-Krone
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