Hochmoderne Arena

Wacker Innsbruck plant Bau eines neuen Stadions

Während der schwarzgrüne Motor in der zweiten Liga noch ziemlich stottert, herrscht hinter den Kulissen Aufbruchstimmung bei Wacker Innsbruck. Vor Vereins-Legenden wurde die Idee einer neuen Arena präsentiert.

Die Torsperre nach 358 Minuten gebrochen, aber doch wieder nur unentschieden. Das 2:2 in Amstetten war im Wacker-Lager kein Aufheller. „Wir verschenken zu viele Punkte“, stellte auch Trainer Daniel Bierofka zerknirscht fest.

Am grundsätzlichen Klima bei den Schwarzgrünen ändert das aber wenig. Aufbruchsstimmung. Der Einstieg des Investors aus Hamburg, der seinen Namen nicht nennt, aber Matthias Siems heißt, setzt hinter den Kulissen viel Energie frei. Es werden Pläne geschmiedet. Gewaltige Pläne. Vor einigen Tagen hatte Wacker seine Legenden zu einem Info-Abend geladen. Etwas mehr als ein Dutzend waren dem Ruf gefolgt. Und die kamen aus dem Staunen nicht heraus: Präsident Joachim Jamnig und Aufsichtsrat-Vorsitzender Jens Duwe malten die Zukunft in den glänzendsten Farben!

Modernste Arena Europas
Die Rede war von einem neuen Stadion. Der angeblich „modernsten Arena Europas“. Beheizt mit Erdwärme und betrieben mit Fotovoltaik-Strom. Und mehr als nur ein Fußball-Stadion: Es soll dort Konzerte und auch sonstige Veranstaltungen geben. Ein neues Zentrum für die Stadt rund um den Fußballsport.

Angedacht sei auch, so hieß es, ein Ausbau der Plätze. Man denke da an insgesamt acht (!) Fußball-Spielfelder am Tivoli-Areal. Die „kleine“ Hürde am Weg zur Realität wurde nicht breitgetreten: Das Tivolistadion gehört nicht dem Verein, sondern zur Hälfte der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol. Das Areal müsste also erst erworben werden. Ein möglicher Schlüssel zu dieser „günstigen“ Idee: Die Wacker-Bosse sprachen von der Integration von sozialem Wohnbau in das Stadion-Projekt. 

Legenden sollen zahlen
Wenige Tage nach dem Vortrag staunten die Ex-Wacker-Kicker erneut - über eine Zuschrift in der Post: Die Mitgliedschaft im Legenden-Klub (bislang gratis) kostet ab sofort 199.- Euro. Inklusive Geschenk und Stimmrecht.

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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