18.09.2020 14:29 |

Drohbrief

Mordfantasien gegen Kärntner Landeshauptmann

Entsetzen in der Kärntner Landesregierung: Weil er sich für die Rettung von Flüchtlingskindern aus dem abgebrannten Lager Moria ausgesprochen hat, hat Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) einen antisemitischen Drohbrief bekommen - in dem auch seiner Familie tödliche Gewalt gewünscht wird.

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Ein bislang unbekannter Täter hat wüste Beschimpfungen und Mordfantasien gegen den Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser gerichtet. Auch eines seiner Familienmitglieder soll „von einem Flüchtling aus dem Leben befördert werden“, so das Schreiben. Entsetzen darüber herrschte auch beim Sprecher des Landeshauptmanns, Andreas Schäfermeier, der den Brief auf Twitter postete: 

„Aus der Hölle retten“
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hatte Kaiser am Donnerstag verkündet, dass Kärnten weiter bereit wäre, Kinder „aus der Hölle von Moria“ aufzunehmen. Die Bundesregierung solle nun die notwendigen gesetzlichen Grundlagen dafür schaffen.

„An Rettungsmissionen beteiligen“
Österreich habe nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Verpflichtung, „nicht dabei zuzusehen, wie Kinder weinend dem Tod ins Auge sehen müssen“, so Kaiser in einer Aussendung. Österreich müsse aktiv helfen, indem es sich „an der Rettungsmission anderer verantwortungsbewusster EU-Staaten beteiligt“. Die Übergabe eines Unterstützungspaketes für Griechenland allein sei zu wenig, meinte Kaiser: „Zu glauben, mit diesem Ablass könne man sich einer viel weitergehenden humanitären Verpflichtung entziehen, ist inhuman und widerspricht europäischen Grundwerten.“

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