Zweite Welle?

Linzer Stadtchef begrüßt neue Corona-Maßnahmen

Oberösterreich
18.09.2020 13:16
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Täglich ansteigende Fallzahlen, neue Clusterbildungen und ein möglicher drohender Lockdown sorgen aktuell für Beunruhigung. Ab kommenden Montag gelten deshalb bundesweit neue, verschärfte Regeln. Auch in der Stadt Linz wird ein Anstieg der Infektionen verzeichnet. Deshalb äußerten sich Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsstadtrat Michael Raml bei einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Linz.

„Endlich wird nicht mehr über Farben, sondern wieder über Fakten geredet. Ich bin zufrieden über die Entscheidung der Bundesregierung, nach dem bisherigen Fehlstart der Corona-Ampel, endlich wieder klare Covid-Maßnahmen einzuführen, die für alle gelten. Damit wird eine rechtliche Handhabe geschaffen, auf der auch die Bezirksverwaltungsbehörde aufbauen kann. Dies ist die Basis dafür, die Verunsicherung der Bevölkerung hintan zu halten“, zeigt sich Bürgermeister und Bezirkshauptmann Klaus Luger erleichtert.

Monopolstellung hinterfragen
„Wir haben das Personal des städtischen Gesundheitsservices den Sommer rechtzeitig personell aufgestockt und können daher auch höhere Fallzahlen rasch bearbeiten. Wichtig ist, dass die Tests schneller durchgeführt und ausgewertet werden, damit Verdachtsfälle rasch Gewissheit haben. Für behördliche angeordnete Tests ist derzeit ausschließlich das Rote Kreuz zuständig, das mit Sicherheit mit Hochdruck arbeitet. Da mehrere Institutionen aber mehr testen können, sollte diese Monopolstellung vom Land Oberösterreich kritisch hinterfragt werden “, betont Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Michael Raml.

Aktuelle Lage
Mit Stand Freitag, 12 Uhr, sind im Linzer Stadtgebiet 169 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Das entspricht einem Anstieg von 26 Personen gegenüber dem Vortag. 436 Personen befinden sich vorsorglich zuhause in Quarantäne. Die Zahl der insgesamt bisher mit Covid-19 Infizierten liegt für Linz seit Ausbruch der Corona-Krise nun auf 1.137 Personen, davon gelten 962 Menschen wieder als genesen.

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