29.08.2020 12:52 |

15 Festnahmen

„Koranschändung“ löst Unruhen in Schweden aus

In der schwedischen Stadt Malmö ist es zu Unruhen gekommen, nachdem Berichte die Runde machten, eine Koranausgabe sei bei einer illegalen Kundgebung geschändet worden. Autos und Reifen wurden in Brand gesteckt und Polizisten mit Steinen beworfen. Etwa 300 Menschen hatten sich bei den Protesten im Einwandererviertel Rosengard versammelt. 15 Personen wurden schließlich vorübergehend festgenommen. Erst in den frühen Morgenstunden war die Ordnung wiederhergestellt.

Anlass für den gewaltbereiten Menschenauflauf waren im Internet kursierende Bilder, die zeigten, wie ein Koranband mit Füßen getreten wurde. Die Erregung der Menge steigerte sich zusätzlich, als es hieß, ein Koran sei verbrannt worden.

Polizei löste Versammlung auf
Bevor die Bilder der angeblichen Koranschändung kursierten, hatten sich einige Anhänger des Chefs der dänischen islamfeindlichen Partei Strammer Kurs, Rasmus Paludan, in Malmö zu einer Aktion gegen den Koran versammelt. Ihre Kundgebung war zuvor von der Polizei verboten, das Verbot von einem Gericht bestätigt worden. Die Polizei löste die Versammlung auf und nahm sechs Personen unter dem Verdacht der Unruhestiftung gegen eine ethnische Gruppe fest.

Der Malmöer Polizeichef Stefan Sinteus erklärte, die Polizei untersuche die Vorfälle. Sie arbeite mit den Religionsgemeinschaften und anderen Gruppen zusammen, um sicherzustellen, dass sich jeder sicher fühlen könne. Immer wieder gibt es in der schwedischen Stadt Konflikte. Ende des Vorjahres wurde ein Jugendlicher bei einer Explosion und Schüssen getötet.

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