Rapid gelang am Mittwochabend mit dem Aufstieg in die dritte Quali-Runde der Champions League auch ein finanzieller Erfolg. Dafür sorgte mit Kara jener Goldtorschütze, der im Winter nur 200.000 Euro gekostet hatte.
Dieser Sieg war nicht Gold, aber zumindest schon einige Millionen wert. Denn mit dem Aufstieg in die dritte Quali-Runde bleibt Rapid im Herbst fix im internationalen Geschäft. Selbst beim Out gegen den nächsten Gegner, der am 31. August unter Benfica Lissabon, Dynamo Kiew oder Gent gelost wird, würde der Umzug in die Gruppenphase der Europa League folgen. Dafür gab‘s von der UEFA zuletzt etwa drei Millionen Euro Startgeld. Für den Sieg 570.000, für ein Remis 190.000.
Klar, dass auch Geschäftsführer Christoph Peschek aufatmete: „Jeder Euro hilft in dieser Ausnahmesituation - wir sind nach wie vor in einer wirtschaftlich herausfordernden Situation.“ Und am Mittwoch sorgte ein Mann für „Linderung“, der erst im Winter gekommen war: Ercan Kara.
Bei Austria im Nachwuchs, dann Unterhaus-Klub Karabakh bzw. Mauerwerk bis in die Ostliga mit Toren verwöhnt. Und bei Zweitligist Horn erstmals im Profibereich Luft geschnuppert, ehe diese im Jänner dem dortigen Sportchef Reini Vyhnalek am Skilift wegblieb, als Rapids Zoki Barisic anrief: „Wir wollen Ercan.“
Für Grün-Weiß ein Schnäppchen. Kara soll kolportiert 200.000 Euro gekostet haben, sorgt jetzt für einen Millionen-Regen und lebt seinen Traum: „Ich kann‘s ehrlich gesagt noch nicht beschreiben. Aber ich habe immer hart gearbeitet und an mich geglaubt.“
Das hat auch Coach Didi Kühbauer, der lobte: „Der Ercan hat sich in sieben Monaten echt gut entwickelt, die Chance genützt. Freut mich. Ich bin froh, dass wir ihn haben.“
Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.