20.08.2020 06:00 |

Schadstoffe

Umweltalarm: Spur führt zu neuer Altlast

Das Rätsel um Schadstoffe in Futtermitteln und im wichtigen Wasserreservoire am Krappfeld steht nach vier Jahre langem Hin und Her endlich vor der Lösung! Neben der bekannten Deponie Rosswiese gilt eine neue, bislang unbekannte Altlast als Ursache für die Schadstoffe. Ein weiterer, dritter Emittent wird vermutet.

Der Grundwasserspeicher Krappfeld gilt als einer der wichtigsten Kärntens, der fruchtbare Boden wird landwirtschaftlich stark genutzt – dennoch werden Schadstoffgrenzwerte in diesem sensiblen Bereich seit 2016 immer wieder überschritten. Bei der Suche nach dem Verursacher tappt das Land aber seit Jahren im Dunklen. Jetzt steht das Rätsel um die Schadstoffe vor der Lösung. Während die Grundwasser-Verunreinigungen mit Bor und Molybdän von der als gesichert geltenden Deponie Rosswiese stammen dürften, führt die Spur weiterer Wasserverunreinigungen jetzt zu einer bis vor kurzem noch unbekannten Altlast. „Wir haben eine neue Altlast im Bereich einer Anlage zur Waschmittelherstellung lokalisiert“, bestätigt Michael Rabitsch, Altlasten-Experte im Land. Jetzt ist das Umweltbundesamt am Zug, um die neue, alte Umweltbombe zu klassifizieren und zu entschärfen. Bei der Treibacher Industrie AG heißt es: „ Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um den Sachverhalt aufzuklären.“

Weiter vor einem Rätsel stehen Fachmänner in Bezug auf Schadstoffe in Futtermitteln am Krappfeld, die sich möglicherweise über die Luft ausbreiten, eine weitere Quelle wird vermutet. Rabitsch: „Wir sind auf der Suche nach einem Emittenten.“ Ein nun beauftragtes Pflanzen-physiologisches Gutachten soll endlich auch dieses Rätsel lösen.

Dass die Verursacher trotz jahrelanger Suche unbekannt sind, sorgt jetzt zunehmend für Kritik: „Zu lange blieb man tatenlos, die Kontamination wurden bagatellisiert, obwohl es um Lebensmittel geht.“ Geht es nach Gerd Kurath vom Landespressedienst, schaue man, dass weder Wasser noch Futtermittel in Verkehr gebracht werden. Laufend habe es Messungen gegeben.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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